young woman showing het tongue with piercing isolated on white background

Keine Zahnschäden durch Zungenpiercings – So geht es!

Was halten eigentlich die Zähne davon, wenn sie regelmäßig mit hartem Metall in Berührung kommen? Eine Frage, die sich die Liebhaber von Zungenpiercings durchaus einmal stellen sollten! Was euer Zahnarzt im Regelfall von durchbohrten Lippen, Lippenbändchen, Wangen oder Zungen hält – das fragt ihr ihn am besten selber. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung – KZBV – sieht in den kleinen oralen Schmuckstücken ein gewisses Risiko: “ … weil die Infektionsgefahr im Mund groß ist und orale Piercings häufig Schäden an Zahnfleisch und Zähnen verursachen.“ 

Allerdings gibt es immer mehr Piercing-Fans und die sollten einige wichtige Hygiene- und Verhaltenstipps kennen, meinen die Piercing-Profis von piercingline.com.

Keine Zahnschäden durch Zungenpiercings – So geht es!

Besonders die eigenen Zähne leiden unter einem Zungenpiercing. Daher gilt es ein paar wichtige Faktoren zu beachten. Vor allem das bewusste Herumspielen mit dem Piercing, aber auch unwillkürliches Beißen auf die Kugel beim Sprechen oder Essen treten häufig auf. Dabei können die Zähne verschoben werden, Zahnecken abbrechen und sich der Zahnschmelz so sehr abnutzen, dass die Zähne empfindlicher werden.

Ein guter Piercer macht es richtig

Wer einen erfahrenen Piercer zur Hand hat, hat schon die halbe Miete. Der Piercer weiß genau, wie die Position und die Stablänge des Piercings zu wählen ist, sodass die Zähne nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Zungenpiercing sollte möglichst mittig und nicht zu weit vorn sitzen. Die Stablänge sollte nach dem Abheilen kurz, aber nicht eng gewählt werden, um ein Heranschlagen an die Zähne zu vermeiden.

Der Piercingträger kennt die Risiken

Ist der Träger eines Zungenpiercings aufgeklärt und liegt ihm die Gesundheit seiner Zähne am Herzen, sollte er sich nicht zum Herumspielen am Piercing verleiten lassen. Im speziellen sollte man Folgendes unterlassen:

  1. Das „Nuckeln“, also das Saugen an der Kugel durch das Festhalten mit den Schneidezähnen vermeiden. Es kann zum Abbrechen von Zahnecken führen bis hin zu ganzen Zahnverschiebungen.
  2. Das Herumklappern mit der Kugel an der Innenseite der Zähne ist ebenfalls zu unterlassen. Dies schmiergelt nicht nur den Zahnschmelz ab, oder lässt ihn rissig werden, sondern kann ebenfalls zum Abbrechen von Zahnecken führen.
  3. Regelmäßige Zahnkontrollen sind Pflicht! Sofern Beeinträchtigungen durch das Tragen eines Zungenpiercings festzustellen sind, sollte das Piercing vorsichtshalber entfernt werden.

Piercingform und Material sind entscheidend

Last but not least: Das Schmuckstück ist entsprechend zu wählen. Nicht nur das allseits bekannte vertikal gestochene Zungenpiercing ist möglich, sondern auch horizontal gestochene, bei dem eventuell die Kugeln rechts und links neben der Zunge anliegen. Auch durch die Zungenspitze kann ein Piercing gestochen werden. Die letzteren beiden sind nicht zu empfehlen. Hier sind die Risiken der Abnutzung des Zahnschmelzes und die Verletzung der Zähne schlichtweg zu hoch.

 

Viel wichtiger noch als die Art des Zungenpiercings ist das richtige Material. Nach Stechen des Piercings wird üblicherweise Titan eingesetzt, da dieses allergenfrei ist. Nach der Abheilung ist dann jedoch zu PTFE-Material zu raten. Dieser Kunststoff ist weicher als Zahnschmelz und Zähne, so dass die Zähne keinen Schaden nehmen können.

 

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von www.piercingline.com, Anbieter von Zungenpiercings sowie weiterem Piercingschmuck.