Und? Auch mal wieder jede Menge guter Vorsätze für das neue Jahr? Das gehört ja auch irgendwie dazu: Abnehmen, mehr Sport, mit dem Rauchen aufhören, mehr Zeit für die Familie, weniger Stress im Job … und so weiter! In der Regel geht es dabei eigentlich immer um die Gesundheit und somit auch um mehr Lebensqualität. Hier leistet eine gute Mundgesundheit einen wichtigen Beitrag, denn gesunde Zähne haben eine große Bedeutung für den gesamten Körper. Pflege, Ernährung und Prophylaxemaßnahmen sind natürlich nicht nur für die eigenen Zähne wichtig. Ob Kronen, Brücken oder Implantate: Auch der Zahnersatz benötigt die gleiche Aufmerksamkeit für ein möglichst langes Leben.

Gesunde Zähne, gesunder Mensch

Es sind nicht nur die bekannten Karieslöcher, die als unschöne und schmerzhafte Zeichen für kranke Zähne stehen. Neben der Karies gehört die Parodontitis (oft auch Parodontose genannt) zu den großen Volkskrankheiten. Bitte nicht verwechseln: Die Parodontitis ist keine Entzündung des Zahnfleischs (das ist die Gingivitis), sondern eine chronische Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates – ausgelöst durch Bakterien und Keime. Die Folgen können über den Verlust einzelner oder mehrere Zähne weit hinaus gehen. So erhöht die Parodontitis auch die Risiken für Diabetes, rheumatoide Arthritis, Herzinfarkt und Schlaganfall. Bakterien sind in der Regel auch für üblen Mundgeruch verantwortlich. Wer sich also intensiv um seine Mundgesundheit kümmert, der bleibt gesünder und erfreut seine Mitmenschen gerne mit einem strahlenden Lachen. Und jetzt mal Hand aufs Herz: So schwierig ist das normalerweise ja auch nicht, wenn die wesentlichen Bausteine für ein zahngesundes Leben beachtet werden.

Zum Thema: Zahngesund durchs Leben – was Zähnen schaden kann! 

Zahnpflege im Alltag

Die Basis für eine optimale Mundgesundheit ist natürlich das tägliche Verhalten. Mindestens zweimal täglich die Zähne mit fluoridhalter Zahnpasta putzen, sollte für jeden Menschen zum Standardprogramm gehören. Dazu einmal am Tag Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen benutzen – dann geht es den üblen Bakterien im Mund ordentlich an den Kragen. Auch die Zunge sollte regelmäßig gründlich gereinigt werden, denn hier finden sich Keime und Bakterien in höchster Konzentration. Zu den richtigen Putztechniken und den besten Werkzeugen und Hilfsmitteln (Zahnbürsten, Zahnpasta & Co.) gibt es sicher immer wieder unterschiedliche Meinungen. Hier sollte jeder dem Rat seines Zahnarztes vertrauen, der die individuelle Situation der Patienten optimal bewerten kann. Kleine Kinder, ältere Menschen, Kranke und Behinderte benötigen gerade im Alltag Hilfe und Unterstützung – auch hier finden Angehörige und Pflegepersonal kompetente Ansprechpartner in den Zahnarztpraxen.

Zum Thema: Nur bürsten reicht nicht – Bakterien sind überall!

Zahngesunde Ernährung

Bakterien benötigen regelmäßig Nahrung und zwar am liebsten in Form von Zucker. Der Verzicht auf zuckerhaltige Speisen und Getränke ist also nicht nur für die allgemeine Gesundheit wichtig, sondern auch für die Zähne. Eltern sollten hier vor allem auf die Ernährung ihrer Kinder achten, denn Zucker findet sich nicht nur in Süßigkeiten. Er versteckt sich beispielsweise auch in Ketchup und anderen beliebten Lebensmitteln. Für die Karieslöcher ist allerdings nicht der Zucker direkt verantwortlich, sondern Säuren, die von Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Eine Gefahr, die natürlich auch von säurehaltigen Speisen und Getränken ausgeht. Ob Früchte, Essiggurken, Zitronenlimonade, Cola oder Wein: Die Säuren lösen den Zahnschmelz an und weichen ihn auf! Jetzt bitte nicht direkt die Zähne putzen, sondern mindestens eine halbe Stunde warten, um den Zahnschmelz nicht noch mehr zu beschädigen. Hier hilft übrigens Käse, denn die Mischung aus Kasein, Kalzium und Phosphat baut den Zahnschmelz wieder auf.

Zum Thema: Sauer macht lustig? Fragen Sie mal Ihre Zähne! 

Zahnprophylaxe in der Praxis

Und so wie jedes Auto regelmäßig zur Inspektion sollte, so sollten auch die Zähne mindestens zwei Mal im Jahr kontrolliert werden. Die Prophylaxe in der Zahnarztpraxis lässt Risiken rechtzeitig erkennen und beugt Krankheiten vor. Hier ist allerdings nicht die Rede von einer professionellen Zahnreinigung; Die PZR ist sicher ein wichtiger Baustein, aber zu einem modernen Vorsorgeprogramm gehört deutlich mehr.

  • Bestimmung des individuellen Karies- und Parodontitis-Risikos
  • Analyse des Zahnhalteapparats (Messung der Taschentiefe)
  • Bestimmung der Situation des Zahnfleisches
  • Bestimmung von Zahnbelagsmenge und -qualität
  • PZR – Schonende und gründliche Zahnreinigung mit nicht abrasiven Verfahren
  • Zungenreinigung zur Keimreduktion und Vermeidung von Mundgeruch
  • Karies-Kontrolle ohne Röntgenstrahlen-Belastung
  • Mundspülung zur Keimreduktion
  • Verständliche Informationen zum Stand der Mundgesundheit
  • Objektive Information und Beratung zu möglichen weiteren Behandlungsschritten
  • Dokumentation als Ausdruck für den Patienten
  • Hygiene- und Pflegetipps für Zuhause

Zum Thema: Prophylaxe ist allgemeine Gesundheitsvorsorge (mit Infovideo)

„Gesund beginnt im Mund“ ist ein Motto, das sicherlich auch zu einem der guten Vorsätze für das neue Jahr gehören sollte!