Eine gute Mundhygiene und der Verzicht auf Nikotin sind beste Voraussetzungen für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch! Wer an einer Parodontitis erkrankt, hat aber nicht zwangsläufig schlecht geputzt oder zu viel geraucht. Es kann auch in den Genen liegen, wie eine Forschungsgruppe an der Berliner Charité jetzt herausgefunden hat. Das Risiko für die chronische Entzündung des Zahnbetts ist demnach vererbbar!

Zwei Gen-Bereiche wurden identifiziert

Für die Studie haben Wissenschaftler am Institut für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Charité die Gene von mehreren tausend Patienten mit aggressiver Parodontitis mit den Genen von gesunden Patienten verglichen. Die Forscher fanden zwei Gen-Bereiche, die mit einem erhöhten Risiko für Parodontitis in Zusammenhang stehen.

„Es gibt also Patientengruppen, bei denen für die Entstehung einer Parodontitis eine Veranlagung vorliegen kann, die gänzlich unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Rauchen, Mundhygiene oder dem Alter ist“, erklärt Prof. Dr. Arne Schäfer, wissenschaftlicher Leiter der Forschungsgruppe.

INFO: Hier gibt es mehr Infos zu der Studie

Bei Parodontitis helfen die Profis in der Zahnarztpraxis

Ob erblich bedingt oder durch eine schlechte Mundgesundheit verursacht – die Parodontitis muss behandelt werden! Die Therapie der chronischen Zahnbett-Entzündung hilft nicht nur Zähnen und Zahnfleisch – die Auswirkungen der Parodontitis auf unsere allgemeine Gesundheit ist schließlich keine neue Erkenntnis der Wissenschaft.

Besser ist es natürlich, gar nicht erst krank zu werden. Dafür sorgt die Prophylaxe in der Zahnarztpraxis. Wer zusätzlich noch auf die Zigaretten verzichtet, tut schon einiges für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch. Alles andere liegt dann wohl tatsächlich in den Genen.