Ganz ehrlich? Jetzt noch schnell zum Zahnarzt, weil ein Stempel im Bonusheft fehlt – das ist nicht der Sinn der guten Sache! Um unsere Mundgesundheit sollten wir uns schließlich regelmäßig und das ganze Jahr über kümmern. Wer also zweimal im Jahr seinen wichtigen Vorsorgetermin in der Praxis wahrnimmt, der sollte als gesetzlich versicherter Patient auch immer sein Bonusheft mit dabei haben. Dann gibt es in der hektischen Zeit zum Jahresende keinen unnötigen zusätzlichen Termin-Stress – weder für den Patienten, noch für die Zahnarztpraxis.

Aber auch hier gilt: Besser spät, als nie! Schließlich sind die Stempel im Bonusheft ja bares Geld wert. Für die gesetzlich Versicherten ist das Bonusheft der lückenlose Nachweis regelmäßiger Kontrollen in der Zahnarztpraxis. Wer belegt, dass er sich über Jahre aktiv um seine Mundgesundheit gekümmert hat, der erhält höhere Zuschüsse, wenn einmal Zahnersatz notwendig werden sollte. Schließlich gibt es hochwertige Brücken, Kronen, Implantate und Prothesen nicht im Sonderangebot und selten ohne Eigenleistungen der Patienten.

Wer die regelmäßige Kontrolle in der Praxis in den vergangenen fünf Jahren nachweist, der erhöht den Festzuschuss seiner Krankenkasse um 20 Prozent. Für ein lückenlos gestempeltes Bonusheft über zehn Jahre gibt es sogar einen um 30 Prozent höheren Festzuschuss.

Hier einmal ein einfaches Beispiel (Quelle: proDente): „Für eine Krone im nicht sichtbaren Bereich erhalten Sie ohne regelmäßige Zahnarztbesuche derzeit 122,98 €. Können Sie die Vorsorge über 10 Jahre belegen erhöht sich der Zuschuss um 30 Prozent auf 159,87 €.“

Tipps zum Bonusheft:
  • Jeder gesetzlich Versicherte – und die mitversicherten Kinder – sollten ein Bonusheft führen!
  • Auch wenn für Erwachsene nur ein Kontrolltermin im Jahr nachgewiesen werden muss, empfehlen die Experten mindestens zwei Besuche jährlich in der Zahnarztpraxis!
  • Das Bonusheft erhalten Patienten in der Zahnarztpraxis und dort sollte es bei jedem Besuch abgestempelt werden!
  • Sollte das Bonusheft einmal verloren gehen, kann die Praxis anhand der Unterlagen für gültigen Ersatz sorgen (gilt auch für fehlende Stempel im Heft)!
  • Bei einem Zahnarztwechsel behält das Bonusheft seine Gültigkeit (alte Bonushefte unbedingt aufbewahren)!
  • Es ist die Aufgabe der Patienten, an den notwendigen Stempel zu denken (aber die Praxis erinnert sicher rechtzeitig)!
  • Werden die vorgeschriebenen Kontrollen nicht nachgewiesen, muss man wieder mindestens fünf Jahre lang die regelmäßigen Zahnarzttermine einhalten!
  • Für Kinder ab dem 6. Lebensjahr und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr gibt es ein spezielles Vorsorge-Programm – die „Individualprophylaxe (erfordert von Kindern und Jugendlichen zweimal im Jahr einen Besuch beim Zahnarzt)
Weitere Informationen finden Patienten hier:

Wer also regelmäßig zum Zahnarzt geht und den Besuch auch nachweist, der kann Geld sparen. Aber in erster Linie geht es doch um die Gesundheit – und nicht nur um die der Zähne. Bakterielle Krankheiten wie eine Parodontitis beeinflussen den gesamten Körper und können die Risiken für Diabetes, Rheuma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern.

Zudem bedeuten gesunde, schöne und lückenlose Zahnreihen auch Vitalität und Lebensqualität. Hier hilft am Ende das Bonusheft wenig, sondern nur die professionellen präventiven Maßnahmen der Profis für die Mundgesundheit in der Praxis.