Wer beim Zähneputzen häufig Rot sieht, sollte die Ursache für das Zahnfleischbluten lieber vom Profi abklären lassen. Womöglich steckt eine Entzündung dahinter, die ohne Unterstützung vom Zahnarzt noch viel mehr Schaden anrichten kann.

Das Zahnfleisch sendet SOS

Wenn das Zahnfleisch blutet, sendet es SOS! Irgendetwas fehlt der Gingiva (lat. Zahnfleisch). Vielleicht haben wir mit der Bürste zu feste geschrubbt und das Zahnfleisch verletzt oder es steckt eine Allgemeinerkrankung wie Diabetes dahinter, die Zahnfleischbluten begünstigt. Möglicherweise ist es aber auch entzündet und reagiert deshalb besonders empfindlich auf Berührungen mit der Zahnbürste. In diesem Fall spricht der Zahnarzt von einer Gingivitis, einer Zahnfleischentzündung.

Die entsteht durch Bakterien, die sich zwischen den Zähnen ablagern. Hier kommt die Zahnbürste beim täglichen Putzen mit ihren dicken Borsten nicht hin. Deshalb ist die Professionelle Zahnreinigung so wichtig, weil sie Bakterien auch an schwierigen Stellen im Mund entfernt!

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Ernsthafte Entzündungen drohen

Die Gingivitis sorgt nicht nur für rot-weiße Zahnpasta, sondern kann ohne Gegenmaßnahmen auch eine Parodontitis begünstigen. Die chronische Entzündung des Zahnbetts ist die häufigste Ursache für frühzeitigen Zahnverlust bei Erwachsenen und ein gefährlicher Partner von Krankheiten wie Diabetes und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Deshalb sollte jeder das Zahnfleischbluten ernst nehmen. Vielleicht steckt nichts Schlimmes dahinter, doch im besten Fall lassen sich ernsthafte Folgeerkrankungen durch eine Kontrolle beim Zahnarzt verhindern.