Rückenschmerzen sind keine moderne Erscheinung. Forscher sind sicher: Schon Lucy hatte Probleme mit Wirbelsäule, Bandscheibe und Co. Doch für den berühmten 3,2 Millionen Jahre alten Menschenaffen kommt die Erkenntnis zu spät, dass auch die Zähne schuld daran sein können. Wir haben heute die Möglichkeit, bei Schmerzen zwischen Nacken und Steißbein auch den Zahnarzt oder Kieferorthopäden um Hilfe zu fragen. Denn nicht selten liegt die Ursache für den Schmerz im Rücken viel weiter oben.

Eine veränderte Bisslage ist oft schuld

Wenn es im Rücken zwickt, machen wohl die Wenigsten schiefe Zähne oder eine schlecht sitzende Füllung als Übeltäter aus. Doch tatsächlich genügen bereits leichte Veränderungen am Kausystem, um den sensiblen Haltungsapparat aus Muskeln, Bändern und Knochen aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Bei der craniomandibulären Dysfunktion (CMD) ist der Kauapparat aufgrund einer veränderten Bisslage gestört. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Körper und macht sich unter anderem mit extremen Spannungsschmerzen im Nacken und Rücken bemerkbar.

„Wenn zahnbezogene Faktoren die Hauptgründe für die CMD-Beschwerden sind, können spezialisierte Zahnärzte mit individuell angefertigten Schienen oft sehr gut bei einem Großteil der Patienten und Beschwerden helfen“, schreibt der CMD-Dachverband. Mit sogenannten Okklusionsschienen bringt der Zahnarzt wieder Harmonie in die Bisslage zwischen Ober- und Unterkiefer.

Info der DGFDT: Behandlung der craniomandibulären Dysfunktion

Der Zahnarztbesuch als Gesundheitsvorsorge

Der Profi in der Praxis erkennt die Problemzonen im Mund und handelt. So bleiben die Zähne gesund und der Rücken verschont. Fragen Sie Ihren Zahnarzt nach mehr Informationen über die Zusammenhänge zwischen Zahn- und Allgemeingesundheit.