Zahn und Zahnfleisch trennt normalerweise nur ein kleiner Spalt. Bei einer Zahnfleischentzündung wird dieser Spalt tiefer und erweitert sich bis zur Zahnwurzel. Dann spricht der Zahnmediziner von einer Zahnfleischtasche. Mit einer speziellen Sonde stellt er fest, ob das Zahnfleisch nur entzündet ist oder die Parodontitis sich daran zu schaffen macht.

Messung der Tiefe gibt wichtige Hinweise

Beim sogenannten Parodontalen Screening (PSI) führt der Zahnarzt eine Sonde mit einem feinen Metallstab und einer kleinen Kugel an der Spitze in den Spalt zwischen Zahnfleisch und Zahn ein. Das tut nicht weh, ist je nach Tiefe der Zahnfleischtasche höchstes etwas unangenehm.

Bei einem gesunden Zahnfleisch ist dieser Spalt 2 bis 3 Millimeter tief. Wenn das Zahnfleisch bereits entzündet ist, misst der Zahnarzt hier bis zu 3,5 Millimeter tiefe Zahnfleischtaschen. Ab 4 Millimeter wird es ernst: Jetzt ist der Zahnhalteapparat deutlich geschädigt – die Zähne verlieren Ihren festen Halt und können ausfallen. Wahrscheinlich sorgt hier die Parodontitis, die bakterielle Zahnbett-Entzündung, für die ungesunde Kluft zwischen Zahn und Zahnfleisch.

Je nach Tiefe, können sich die Taschen noch zurückbilden. Dafür muss der schädliche Zahnbelag aber regelmäßig entfernt werden. Hier sorgt der Zahnarzt für saubere Verhältnisse zwischen Zahn und Zahnfleisch.