In unserem Mund fließt ein Alleskönner. Speichel schützt die Zähne vor Schäden, indem er gefährliche Säuren neutralisiert. Unsere Spucke hat aber noch viele andere wichtige Funktionen und soll sogar ein Schmerzmittel enthalten, das stärker als Morphium ist.

Natürliches Schmerzmittel

Opiorphin heißt der natürliche Schmerzhemmer, den Forscher im Speichel gefunden haben. In Tierversuchen soll er sechsmal stärker gewirkt haben als Morphium. Für fragende Blicke nach dem Bespucken eines Mückenstichs gibt es also nun eine wissenschaftliche Antwort: Speichel hilft gegen Schmerzen!

Wichtiger Helfer bei der Verdauung

Schon mit dem ersten Bissen beginnt die Verdauung. Der Speichel sorgt dafür, dass sich die Lebensmittel gut aufgeweicht auf den weiteren Weg durch den Körper machen. Dabei sorgen in der Spucke enthaltene Enzyme dafür, dass unser Körper Kohlenhydrate und Stärke abbauen kann.

Beschleunigt die Wundheilung

Unser Speichel kann noch mehr: Histatine sind Proteine, die eigentlich für den Aufbau der äußersten Schicht des Zahnschmelzes verantwortlich sind. Doch im Mund erfüllen sie noch eine andere Aufgabe: Sie töten Bakterien und beschleunigen die Wundheilung. Forscher fanden heraus, dass der Wirkstoff bei Nagetieren in 100.000-fach höherer Dosis vorkommt. Sie vermuten, dass sich die Tiere deshalb intensiv ihre Wunden lecken.

Wir sollten also dafür sorgen, dass der Speichel weiterhin fließt. Wem des Öfteren die Spucke wegbleibt, sollte seinen Zahnarzt um Rat fragen.#FragDenZahnarzt

Quellen:
http://www.pnas.org/content/103/47/17979.abstract
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/medizin-koerpereigenes-schmerzmittel-ist-staerker-als-morphium-a-448202.html
http://www.prodente.de/presse/fachpresse/einzelansicht/fachmeldung/speichel-foerdert-wundheilung.html