Wenn uns die Spucke weg bleibt, dann ist das auf Dauer nicht gut für unsere Zähne: Ohne den natürlichen Schutzmantel sind Karieslöcher schneller da, als uns allen lieb sein kann!

Ein 15mal höheres Kariesrisiko

Verringerter Speichelfluss kann auf Dauer den Zähnen zu schaffen machen. Ihnen fehlt der natürliche Schutzmantel gegen Bakterien und Säuren. „Karies entwickelt sich etwa 15mal schneller“, schreibt die Landeszahnärztekammer Hessen. Ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt von Mundtrockenheit: schlechter Atem.

Weil der Speichel als natürliche Reinigungskraft fehlt und Nahrungsreste nach dem Essen nicht ordentlich wegspülen kann, bleiben oft kleinere Reste zurück. Dadurch vermehren sich Bakterien, die bei ihrem Stoffwechsel Schwefel produzieren – und das riecht!

Über 400 Arzneimittel begünstigen Mundtrockenheit

Krankheiten wie Diabetes, psychischer Stress und vor allem Medikamente können den Mund trockenlegen. Laut der Landeszahnärztekammer Hessen gibt es über 400 Arzneimittel, die Xerostomie (medizinischer Begriff für Mundtrockenheit) begünstigen oder hervorrufen. Hierzu zählen zum Beispiel Schmerzmittel, Antidepressiva und Medikamente gegen Bluthochdruck.

Weil ältere Menschen oft mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen, ist Mundtrockenheit ein Thema bei Senioren.

Trockener Mund? #FragDenZahnarzt

Wer also häufiger morgens mit einem klebrigen und trockenen Mund aufwacht, sollte seinen Zahnarzt nachschauen lassen. Wenn Medikamente schuld an der Trockenheit sind, kann der Profi in der Praxis in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachärzten über eine Umstellung oder Reduzierung der Dosis entscheiden.

Info: Video der Bundeszahnärztekammer zum Thema Mundtrockenheit