Achtung Zucker – ganz schlecht für die Zähne! So kennen wir es alle! Genauer betrachtet ist der Zucker aber nicht für die Karieslöcher verantwortlich, sondern die Säure. Dahinter steckt ein Stoffwechselvorgang, an dem Bakterien in unserem Mund beteiligt sind. Wir erklären, wie der Säureangriff den Zahnschmelz schädigt.

Der Streptococcus mutans braucht Zucker

Wenn wir etwas Süßes zu uns nehmen, ist Fütterungszeit für den Streptococcus mutans. Das ist die Bakterienart, die bei uns hauptsächlich für Karies verantwortlich ist. Der Zahnfeind ernährt sich von Zucker und hinterlässt unseren Zähnen dabei als Abfallprodukt Säure. Diese Säure lässt den ph-Wert im Mund stark absinken. Dadurch lösen sich Mineralien aus dem Zahnschmelz, der den Bakterien nun schutzlos ausgeliefert ist. So entstehen Karieslöcher.

Info-Fact: Jeder Deutsche isst 131 g Zucker und Zuckersirup pro Tag

Doch es gibt einen natürlichen Schutz vor Säureangriffen: Speichel. Unsere Spucke neutralisiert die Säure, indem sie herausgelöste Mineralstoffe wie Kalzium und Fluorid wieder zum Zahn zurücktransportiert. Je mehr wir also davon produzieren, desto besser. Mit dem Kauen von Kaugummis können wir den Speichelfluss zum Beispiel anregen und den Säureangriff verkürzen.

Besonders schlecht für die Zähne ist es übrigens, wenn wir die Bakterien den ganzen Tag über mit Süßkrams füttern. Unseren Zähnen bleibt dann zwischen Cola, Bonbons und Lollis keine Zeit, sich zu erholen – nur den Streptococcus mutans freut’s!