#FragDenZahnarzt: Warum haben Raucher seltener Zahnfleischbluten?

Blutendes Zahnfleisch kann ein Warnsignal sein. Bei Rauchern kommt diese Warnung oft nicht an, weil Nikotin die Blutgefäße schädigt. Ihr Zahnfleisch blutet deshalb seltener als bei Nichtrauchern. Das bedeutet aber nicht, dass es gesund ist – im Gegenteil: Entzündungen können sich unbemerkt ausbreiten und den Körper krank machen.

Ernsthafte Folgen für die Gesundheit

Wenn das Zahnfleisch nicht blutet, fehlt dem Körper ein wichtiges Alarmsignal. Er kann dem Raucher nicht sagen: Dein Zahnfleisch ist entzündet, da sollte dein Zahnarzt mal drauf schauen! Ohne Behandlung kann sich aus einer Gingivitis eine Parodontitis entwickeln. Dann wird es richtig ernst für die Gesundheit!

Raucher haben ein viel höheres Risiko als Nichtraucher, um an einer Parodontitis zu erkranken! Die chronische Entzündung des Zahnbetts ist Zahnkiller Nummer eins bei Erwachsenen und geht gefährliche Partnerschaften mit anderen Krankheiten wie Diabetes, rheumatoider Arthritis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein.

Wie es dem Zahnfleisch tatsächlich geht, weiß nur der Zahnarzt. Besonders für Raucher ist es deshalb wichtig, regelmäßig zur Prophylaxe zu gehen. Der Profi erkennt, ob das Zahnfleisch stumm leidet und kann frühzeitig etwas gegen ungesunde Veränderungen tun.