#FragDenZahnarzt: Was haben unsere Weisheitszähne mit der Steinzeit zu tun?

Wenn wir heute noch Mammute über Felder und Wiesen jagen würden, könnten wir die Weisheitszähne gut gebrauchen. Doch unsere Essgewohnheiten haben sich im Laufe der Jahrhunderte geändert. Unser Kiefer hat sich den neuen Bedingungen angepasst und ist kleiner geworden. Für die Weisheitszähne ist deshalb in der Regel kein Platz mehr im Mund.

Retinierte Weisheitszähne machen Probleme

Die sogenannten Achter sind ein Relikt aus den frühen Jahren der Menschheit, als unsere Vorfahren noch 32 Zähne zur Nahrungsaufnahme brauchten. Sie liegen im Mund am weitesten hinten und können sich bis ins Erwachsenenalter bilden. Wenn ein Weisheitszahn beim Durchbruch stecken bleibt (retiniert), kann er Probleme verursachen. Es können sich Entzündungen und Zysten bilden.

Ist genug Platz vorhanden, können Weisheitszähne aber auch an Ort und Stelle bleiben und sogar als Brückenpfeiler bei Zahnersatz dienen. Das entscheidet aber der Zahnarzt nach sorgfältiger Diagnose und Analyse in Rücksprache mit dem Patienten.