Wenn Susi süßes Eis möchte oder ein Student mit Stulpenstiefeln an einen spitzen Stein stößt, haben viele Menschen ein Problem: Sie können die Sätze nicht richtig aussprechen – weil sie lispeln. Der sogenannte Sigmatismus betrifft Kinder wie Erwachsene und kann durch Zahnfehlstellungen verursacht werden.

Zahnfehlstellungen können schuld sein

Lispeln entsteht, wenn die Zunge bei der Aussprache von „S“ zwischen die Zähne drückt oder sich zu nah an die Frontzähne legt. Das nennt der Logopäde interdentale bzw. addentale Aussprache. Meistens sind Kinder davon betroffen, die während der Sprachentwicklung noch Probleme mit der Bildung des S-Laut haben. In der Regel verschwindet die Artikulationsstörung von alleine. Liegt die Ursache für die falsche Aussprache jedoch bei den Zähnen, kann sich das Lispeln bis ins Erwachsenenalter ziehen.

Info: Bei Sprachfehlern hilft auch der Zahnarzt

Ein offener Biss oder Zahnfehlstellungen können für Schwierigkeiten bei der Aussprache von Sätzen mit vielen S-Lauten sorgen. Auch sehr weit auseinander stehende Schneidezähne begünstigen das Lispeln. Ebenso kann es nach dem Einsetzen einer Zahnspange oder eines Implantats zum vorübergehenden Lispeln kommen.

Bei Lispeln hilft auch der Zahnarzt

Generell kann man Artikulationsstörungen in jedem Alter behandeln. Wer aber schon früh den Grundstein für eine saubere Sprache legen möchte, sollte mit seinem Zahnarzt sprechen. Der Profi in der Praxis hat die Mittel und Möglichkeiten, um die Zähne in die richtigen Bahnen zu lenken. So kann Susi so viel süßes Eis essen, wie sie möchte und der Student mit Stulpenstiefeln weiterhin gegen spitze Steine stoßen.