#FragDenZahnarzt: Woraus besteht ein Zahn?

Einen Großteil unserer Zähne macht das Dentin aus, auch Zahnbein genannt. Es ist eines der beständigsten Materialien und härter als Knochengewebe. Das muss es auch sein, denn es schützt das Zahnmark – das Herz unserer Zähne. Krankheiten wie Karies gefährden den Schutz und machen die Zähne angreifbar.

Das Dentin reagiert auf Schäden

Das hat die Natur gut eingerichtet. Unsere Zähne sind stabile Alleskönner, gleichzeitig aber auch sehr empfindlich – vor allem, wenn es in Richtung Wurzel geht. Doch die liegt gut geschützt unter dem Zahnschmelz und dem Dentin. Es könnte wohl keinen besseren Schutz geben: Zahnschmelz ist das härteste Material im Körper und das Dentin zählt zu den beständigsten Materialien der Erde. Ein weicher Kern braucht eben eine harte Schale!

Der Zahnschmelz bildet die äußere Schicht und schützt das Innere der Zahnkrone, also den sichtbaren Teil des Zahns. Im Gegensatz zum Dentin wächst er nicht nach. Wenn diese erste Schutzmauer also Risse bekommt, ist der Zahn angreifbar. Das passiert zum Beispiel durch Säureangriffe oder ständiges Zähneknirschen.

Das Dentin hingegen bildet sich immer wieder neu und hält die Zahn-Abwehr aufrecht. Es wird dabei unterschieden zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärdentin. Das erste Dentin bildet sich mit der Zahnentstehung, das darauffolgende im Anschluss. Das Tertiärdentin entsteht hingegen als Schutzreaktion auf Schäden durch Karies oder Zähneknirschen.

Jeder kann die Schutzfunktion unterstützen

Wenn jedoch der Zahnschmelz seiner Schutzfunktion nicht mehr nachkommen kann, bekommt auch das Zahnbein Probleme. Das ist zum Beispiel bei Zahnfleischrückgang der Fall. Dann liegt das Zahnbein teilweise frei und die darin enthaltenen Nervenfasern reagieren empfindlich auf Hitze oder Kälte.

Deshalb sollte jeder die natürliche Schutzfunktion seiner Zähne unterstützen. Das gelingt zum Beispiel mit einer kalziumhaltigen Ernährung und einer guten Pflege von Zähnen und Zahnfleisch! Mehr Infos bekommst du bei deinem Zahnarzt.