Mia hat Angst! Mia hat Schmerzen! Wenn sie den Mund aufmacht und in den Spiegel schaut, dann sieht sie keine schönen weißen Zähne, sondern viele dunkle Stellen und große Löcher. Nein – Mia ist keine erwachsene Frau, die sich ihre Zahngesundheit durch mangelnde Pflege, schlechte Ernährung und viel Nikotin zerstört hat. Mia ist ein kleines Mädchen und geht noch in den Kindergarten. Auch wenn dieses Beispiel frei erfunden ist, sind solche Szenen in deutschen Zahnarztpraxen keine Seltenheit: Traurige Kinder, deren Zähne voller Löcher sind und die schmerzen! Dreijährige, bei denen Milchzähne gezogen und Wurzeln gefüllt werden müssen – und daneben die hilflosen Eltern!

Mangel an Wissen und Information!

„Milchzahnkaries“ ist eine der häufigsten Krankheiten bei Kleinkindern – rund 15 Prozent sind betroffen, so die Schätzung der Experten. Vor allem die sogenannte „Nuckelflaschenkaries“ ist weit verbreitet. Das ständige Saugen an der Nuckelflasche, die mit gesüßtem Tee oder Saft gefüllt ist (einfach mal Wasser einfüllen), schadet den Kinderzähnen massiv. Und es gibt immer noch zu viele Kinder, deren Zähne schlecht, oder gar nicht geputzt werden. Ein schwerwiegendes Problem: In vielen Familien herrscht Unwissen über die Zahnpflege und der Zahnarzt wird zu selten, zu spät oder gar nicht besucht.

Aktuelle Studie zeigt: Frühzeitiger Zahnarztbesuch bester Kariesschutz

Es ist bei vielen Eltern leider immer noch nicht bekannt: Die Zahngesundheit der Kinder beginnt nicht erst mit dem ersten Zahn – und schon gar nicht mit den ersten bleibenden Zähnen. Und auch für die Kleinsten gilt: Je früher Kinder das erste Mal zum Zahnarzt gehen, desto geringer ist der Kariesbefall der Milchzähne. So lautet das eindeutige Fazit des mehrjährigen Präventionsprogramms „Vorsorge vor der Sorge“ der Zahnmediziner am Universitätsklinikum Jena. Die Studie zeigt, dass bei einem erhöhten Kariesrisiko bis zu vier Zahnarztbesuche notwendig sein können, um den Kariesbefall der Milchzähne zu verhindern.

„Die Ergebnisse des Präventionsprogrammes sprechen für sich. Wir haben gezeigt, dass eine frühzeitige Aufklärung und Sensibilisierung der Eltern für eine optimale Pflege der Milchzähne und für den Zahnarztbesuch im ersten Lebensjahr der Kinder sorgen kann“, erklärt Prof. Roswitha Heinrich-Weltzien, kommissarische Leiterin der Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde am UKJ.

Information: Pressemeldung Universitätsklinikum Jena

Dramatische Folgen für die Lebensqualität!

Eine Milchzahnkaries ist nicht nur sehr schmerzhaft. Die frühkindliche Karies (Early Childhood Caries – ECC) darf niemals unterschätzt werden. Milchzähne, die gerade durchgebrochen sind, werden von dieser Karies befallen und im schlimmsten Fall kann dadurch das gesamte Gebiss zerstört werden. Die kleinen Kinder können nicht mehr richtig kauen, die Sprachentwicklung kann gestört werden und auch die Entwicklung der bleibenden Zähne kann massiv beeinträchtigt werden.

Information: Pressemeldung Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)

Frag den Zahnarzt!

Die Gesundheit der Kinderzähne beginnt eigentlich schon vor der Geburt. Die Zähne der Eltern sollten möglichst gesund sein – Karies ist schließlich eine Infektionskrankheit, die sich auf die Kleinen übertragen kann. Zahnärzte und ihre Prophylaxeteams informieren werdende Eltern, Mütter und Väter und klären zu allen wichtigen Themen auf. Kleinkinder müssen wie die Erwachsenen zwei Mal im Jahr zum Zahnarzt und regelmäßig kontrolliert werden.

Informationen finden Eltern und alle, die sich um die Gesundheit der Kinderzähne kümmern, in einem E-Book von goDentis in Kooperation mit parsmedia!