Am 31. Oktober ist Halloween und somit wieder Zeit für die kleinen „Quälgeister“. Auch hierzulande ziehen verkleidete Kinder durch die Straßen, klingeln an Türen und rufen: „Süßes, sonst gibt’s Saures!“ Dabei zeigen vor allem die größeren Kids erschreckende Gebissvarianten – spitze Vampirzähne, löchrige Zombiezähne und furchterregende Werwolfreißzähne. Keine Sorge: Bei diesen Gebissen handelt sich um Scherzartikel aus dem Karnevalshandel. Die oft täuschend echt wirkenden Kunstzähne werden inzwischen thermisch angepasst und mittels Haftcreme auf die eigenen Zähne geklebt. Starre, wackelnde Plastikgebisse sind out. Natürlich sind solche Gebissvarianten nur kurzfristig verwendbar und richten keinen Schaden an der Zahnsubstanz an.

Zahnärzte raten von „Zahnschmuck extrem“ ab

Einige junge Erwachsene wünschen sich jedoch Zahnmodifikationen der bleibenden Art. Vampirzähne (künstlich verlängerte Eckzähne) stehen dabei ganz oben auf der Wunschliste und sind in der Gothicszene sehr beliebt. Ebenso werden eingearbeitete/aufgeklebte Brillanten und inzwischen sogar Bilder auf Zähnen gewünscht. Im Hinblick auf die Zahngesundheit raten Zahnärzte von Veränderungen an der natürlichen Zahnoberfläche ab. Der Zahnschmelz darf nicht ohne medizinischen Grund abgeschliffen werden. Wer dennoch nicht auf derartige optische Veränderungen verzichten möchte, kann sich anatomisch angepasste, aufsteckbare Kronen anfertigen lassen. Diese halten erstaunlich gut, sind aber nicht funktional und auch nicht für den Dauergebrauch gedacht. Für diese modischen Dentalspielereien ist trotzdem ein Gebissabdruck notwendig, damit der Zahntechniker den Biss kontrollieren kann und die aufgesteckten Kronen beim Zubeißen nicht herausgehebelt werden. Die Kosten für derartigen Fun-Zahnersatz übernimmt keine Krankenkasse.

Auch für Monsterzähne sollte es heißen: „zuckerfrei!“

Ob falsche, aufgesteckte oder echte, eigene Zähne – die Süßigkeitenflut macht der Zahngesundheit nicht nur an Halloween ziemlich zu schaffen. Dabei ist nicht die Menge ausschlaggebend, sondern die kontinuierliche Nascherei über den ganzen Tag verteilt. Kinderzähne müssen besonders geschützt werden. Wer regelmäßig gründlich die Zähne putzt und vor allem die Kontrollbesuche beim Zahnarzt nicht versäumt, darf auch mal etwas mehr Süßes naschen. Sollten anschließend die Zähne schmerzen, dann ist das ein Zeichen, so schnell wie möglich einen Termin in der Zahnarztpraxis zu vereinbaren und eventuell ein paar Karieslöcher sanieren zu lassen. Schließlich sollen selbst Monsterzähne ein Leben lang halten.

Achtung Zucker! Jetzt auch im Kino

Was reiner Zucker, süße Produkte und zuckerhaltige Lebensmittel mit den eigenen Zähnen anstellen können, zeigt ein witzig bis erschreckend zusammengestellter Dokumentarfilm, der pünktlich zu Halloween in die Kinos kommt. In „Voll verzuckert – That Sugar Film“ führt der Protagonist und Filmemacher Damon Gameau ein Selbstexperiment durch und verzichtet ganze 60 Tage lang komplett auf Zucker und zuckerhaltige Nahrungsmittel. Das Ergebnis ist erstaunlich. Für putzfaule Kids und nachlässige Jungerwachsene wäre dieser Film das richtige Programm, um über ihre Zahngesundheit nachzudenken. Einige Zahnarztpraxen haben in ihren Wartezimmern eine Heimkino-Anlage installiert. Ab Ende Oktober könnte also ein neuer Film über den Bildschirm flimmern, der unterhaltsam und lehrreich zugleich sein soll und auch erwachsenen Patienten gefallen dürfte. Als Appetithäppchen – hier der Teaser zum Film: „Voll verzuckert – That Sugar Film!“