Im Bus, in der Bahn oder im Büro – das “Hatschi” begegnet einem mittlerweile überall. Herbstzeit ist Erkältungszeit und damit Schwerstarbeit für unser Immunsystem. Das Immunsystem ist so etwas wie das körpereigene Antivirus-Programm. Es erkennt krankhafte Erreger und schützt uns vor Infektionen. Dazu bildet es Antikörper und setzt sich im Namen unserer Gesundheit gegen sämtliche schädliche Eindringlinge zur Wehr. Ohne Immunsystem würden wir ständig krank sein. Doch um uns zu schützen, muss es richtig funktionieren. Äußere Faktoren wie negativer Stress, dauerhafte falsche Ernährung oder auch eine schlechte Mundgesundheit können das Immunsystem schwächen. Denn was im Mund schief läuft, kann den ganzen Körper krank machen. Familie im Herbst aktive für das Immunsystem und die Gesundheit

Parodontitis: Keime und Bakterien lösen Alarm aus

Eine unbehandelte Parodontitis etwa bedeutet Stress pur für unser Abwehrsystem. Die chronische bakterielle Zahnbettentzündung löst eine Art Daueralarm im Immunsystem aus. Wie eine normale Zahnfleischentzündung wird auch die Parodontitis (Parodontose) durch bakterielle Beläge (Biofilm) ausgelöst. Das Immunsystem reagiert mit unterschiedlichen Aktionen, um die ungewünschten Bakterien und Keime los zu werden.

INFO ► Warum eine Parodontitis unsere Gesundheit gefährdet! 

Bestimmte Enzyme zerstören die Bakterien, greifen gleichzeitig aber auch die kollagenen Fasern an. Der Verlust von Bindegewebe und Knochen ist die Folge – es droht Zahnverlust. Durch den Kampf gegen die Bakterien im Mund ist der Körper ständig unter Belastung und das Immunsystem bringt irgendwann nicht mehr seine volle Leistung.

Die Mundschleimhaut in Gefahr

Kann der Organismus nicht mehr genügend Antikörper gegen die hartnäckigen Bakterien ins Rennen schicken, verschlimmert sich auch die Parodontitis. Das Immunsystem wird schwächer und der Mundraum wird angreifbar für andere Erreger. Die Gelegenheit nutzen zum Beispiel Herpes-Viren sehr gerne, um sich mal wieder in Form von Fieberbläschen an der Lippe zu zeigen. Es kann aber auch schlimmer kommen. Durch das geschwächte Immunsystem kann sich die Mundschleimhaut entzünden.

Im schlimmsten Fall bilden sich unter Zunge und am Zahnfleisch sogenannte Karzinome, Mundschleimhaut-Tumore. Die bösartigen Geschwülste wachsen schnell und müssen deshalb frühzeitig erkannt und entfernt werden. Die Hilfe vom Immunsystem kommt in diesem Fall zu spät. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass unser Antivirus-Programm auf den nächsten Angriff besser vorbereitet ist. Denn der kommt bestimmt.

Die Angriffsflächen für Bakterien verkleinern

Ein aktives Leben und eine gesunde Ernährung sind schon mal ein guter Anfang und eine Basis, mit der das Immunsystem arbeiten kann. Mit bestimmten Vitaminen können wir sogar unsere Angriffsflächen für Viren und Bakterien verringern.

  • Vitamin A zum Beispiel ist wichtig für die Mundschleimhaut und macht uns widerstandsfähiger gegen Infektionen. Gelbes Gemüse, grünes Blattgemüse und Früchte enthalten reichlich Vitamin A.
  • Vitamin C hingegen unterstützt die Festigkeit der Zähne, es kommt vor allem in frischen Beeren, Rosenkohl und Orangen vor.
  • Vitamin D bildet der Körper mit Hilfe von Sonnenlicht selbst. Die lässt sich in den kommenden Monaten aber wohl eher selten blicken, deswegen sollte man den Bedarf an Vitamin D über die Ernährung abdecken – zum Beispiel durch Fisch.

Doch nur durch Vitamine lassen sich Entzündungen im Mundraum nicht abwenden. Um gegen die hartnäckigen Viren gewappnet zu sein, braucht das Immunsystem eine schlagkräftige Kombination aus gesundem Lebensstil und professioneller Hilfe.

Die Zahn-Profis helfen auch dem Immunsystem

Eine gute Mundhygiene im Alltag und der regelmäßige Besuch in der Zahnarztpraxis helfen auch unserem Immunsystem. Wenn Risiken für Karies und Parodontitis rechtzeitig erkannt werden, kann das Team in der Zahnarztpraxis handeln. Dem Körper bleibt jede Menge Stress erspart, wenn er sich nicht gegen die Bakterien im Mund durchsetzen muss.

INFO ► So hilft die Prophylaxe unserer allgemeinen Gesundheit!

Bei den Kontrollen durch den Zahnarzt können zudem erste Anzeichen von negativen Veränderungen im Mundraum festgestellt werden. Mit entsprechenden Maßnahmen und einem gesunden Immunsystem als Verbündeten sind die Chancen wesentlich höher, Schäden an Zähnen und Zahnfleisch zu verhindern.

Also gilt: Für starke und gesunde Zähne, braucht man ein starkes Immunsystem – und andersherum!