Es gibt sie in den verschiedensten Formen, Farben und Geschmacksrichtungen, sie haben prominente Fans wie FC-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti und sie können gut für unsere Zähne sein. Die Rede ist von Kaugummis. Wir haben fünf der häufigsten „W-Fragen“ rund um Kaugummis beantwortet. Xylit (Birkenzucker) in verschiedenen Gläsern, Kaugummis, aus Xylit auf einem Holzlöffe,dazwischen Birkenzweige.

Wie kann Kaugummi kauen bei der Zahnpflege helfen?

Generell wird durch das Kauen von Kaugummi der Speichelfluss angeregt, was besonders nach den Mahlzeiten hilfreich sein kann. Dann entstehen Säuren im Mund, die den Zähnen schaden und Karies verursachen können. Der Speichel hilft dabei, diese Säuren zu neutralisieren. Das Zähneputzen sollte man dann aber spätestens am Abend nachholen, denn die Zahnbürste kann ein Kaugummi nicht ersetzen.

Wie sinnvoll sind zuckerfreie Kaugummis?

Man muss nicht auf die süße Kauerei verzichten, um den Zähnen etwas Gutes zu tun. Xylit nennt sich der Zuckerersatz, der so schmeckt wie Haushaltszucker und doch so viel mehr kann: Vier Gramm von dem Zuckeraustauschstoff können helfen, das Kariesrisiko zu senken! Xylit ist in vielen Zahnpflegekaugummis enthalten und deshalb gut für die Zähne, weil Bakterien ihn nicht verwerten können. Dadurch vermehren sie sich weniger und produzieren weniger Säure.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Kaugummi kauen?

Um zu verhindern, dass schädliche Säuren die Zähne angreifen, sollte man am besten fünf bis zehn Minuten nach dem Essen einen zuckerfreien Zahnpflegekaugummi nehmen. Danach sind die Zähne bereits so stark von der Säure in Mitleidenschaft gezogen worden, dass ein Kaugummi nicht mehr viel bringt.

Was können fluoridhaltige Kaugummis bewirken?

Fluoride schützen den Zahnschmelz vor schädlichen Bakterien und bewahren die Zähne bei ausreichender Versorgung mit Fluorid vor Karies. Man kann Fluorid mit der Zahnpasta einnehmen, mit Tabletten oder eben mit einem Kaugummi. Wer aufs Kauen setzt, der macht laut einiger Studien alles richtig. Über ein Kaugummi mit Fluorid kann der Zahnschmelz die wichtigen Wirkstoffe besser aufnehmen als beispielsweise mit Tabletten.

Worauf muss ich als Gebissträger beim Kaugummi kauen achten?

Wenn Sie eine Prothese tragen, sollten Sie vorher unbedingt mit Ihrem Zahnarzt abstimmen, welche Kaugummisorten für sie in Frage kommen. Unter Umständen können Kaugummis an den Prothesen hängen bleiben und sich nur schwer lösen lassen. Das Gleiche gilt für Kronen und Brücken. Auch hier sollte vor dem Kau-Genuss unbedingt der fachliche Rat hinzugezogen werden.

#FRAGDENZAHNARZT

Wenn Sie Fragen zum Thema Zahnpflegekaugummis oder speziellen Kaugummis für Gebissträger haben, sprechen Sie Ihren Zahnarzt an. Welche für Sie in Frage kommen und am besten geeignet sind, kann Ihnen das Praxis-Team sagen.

Übrigens: Was passiert, wenn ich Kaugummi verschlucke? Er wird unverdaut ausgeschieden! Das Gerücht, dass sich im Magen mit jedem weiteren verschluckten Kaugummi eine große klebrige Masse anhäuft, ist natürlich nicht wahr. Ein Feuchtigkeitsfilm im Magen und später auch im Darm verhindert, dass der Kaugummi im Körper kleben bleibt wie an einer Jeans, auf dem Boden oder in den Haaren.