Wer seine Mundgesundheit vernachlässigt, der lebt gefährlich! Chronische bakterielle Entzündungen (Parodontitis, Periimplantitis), schlecht sitzender Zahnersatz und spitze Zähne: Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko bösartiger Erkrankungen im Mund erhöhen können. Die Kombination aus Alkohol, Nikotin und einem niedrigen sozioökonomischen Status steigert die Risiken für Mund-, Rachen- und Kehlkopftumore. Wissenschaftler haben untersucht, welche Rolle die Gesundheit der Zähne und der Zustand des Gebisses in diesem Zusammenhang spielen. Ein Fazit: „Gehen Patienten also regelmäßig zur Prophylaxe, retten sie nicht nur ihre Zähne, sondern verringern auch das Risiko, an Tumoren zu erkranken!“

Forscher nahmen mit der ARCAGE-Studie (Alcohol-Related Cancers and Genetic-susceptibility in Europe) verschiedene Krebsrisiken unter die Lupe. Daten kamen aus 13 Zentren in neun Ländern: Dabei zeigte sich, dass mangelnde Mundhygiene und fehlende zahnmedizinische Versorgung unabhängige Risikofaktoren für Tumorerkrankungen der oberen Speise- und Atemwege sind – selbst wenn andere auslösende Faktoren keine Rolle spielen. „Menschen, die Prothesen tragen und keine eigenen Zähne mehr haben, sollten nicht glauben, Zahnarztbesuche seien überflüssig”, sagt Dr. David Conway, Mitautor der Studie. „Im Gegenteil, wer eine Prothese trägt, sollte trotzdem regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle gehen.“ DocCheck News / Online-News hier lesen!