„MIH“ – was ist das? Auch wenn in Deutschland rund 10 Prozent der Grundschulkinder betroffen sind – nur wenige Eltern haben schon einmal davon gehört. Unter der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) verstehen die Experten eine entwicklungsbedingte Erkrankung des Zahnschmelzes. Schon bevor sie durchbrechen, kommt es zu gelblich-bräunlichen bzw. weißlich-cremefarbenen Flecken auf einem oder mehreren ersten bleibenden Backenzähnen.

Neben der Farbveränderung haben die betroffenen Zähne eine schlechtere Schmelzqualität als gesunde Zähne: Der Schmelz ist weicher und poröser, was häufig zu einem Abplatzen der betroffenen Areale bereits während oder kurz nach ihrem Durchtritt in die Mundhöhle führt. MIH-Zähne sind oftmals stark temperatur- und berührungsempfindlich, was alltägliche Aktivitäten, wie z.B. das Zähneputzen oder Essen und Trinken heißer oder kalter Nahrungsmittel und Getränke schmerzhaft machen kann. Beides führt dazu, dass MIH-Zähne deutlich kariesanfälliger sind als gesunde Zähne und meist schon frühzeitig zahnärztlich behandelt werden müssen. Zahnärztekammer Nordrhein / Online-News hier lesen!