Ja – natürlich schadet zu viel Süßes unseren Zähnen! Aber mal im Ernst: In Anbetracht der ganzen leckeren Süßigkeiten zu Ostern kann man doch den kleinen und großen Leckermäulchen das Naschen nicht komplett verbieten. Sollte man auch nicht, aber ein paar Hinweise für den einigermaßen zahngesunden Umgang mit dem zuckerhaltigen Nahrungsangebot dürfen schon sein.

Saures schadet mehr, als Süßes!

Es ist übrigens nicht der Zucker, der den Zähnen direkt schadet. Aber auf ihn weitestgehend zu verzichten ist ja grundsätzlich eine Entscheidung für die Gesundheit! Der Zucker im Mund schmeckt vor allen den vielen Millionen Bakterien, die Süßes in Saures verwandeln: Säure, die den Zahnschmelz entkalkt und oft dauerhaft schädigt. Karieslöcher und chronische Entzündungen – die Parodontitis – sind die Folgen!

Das schreiben die Experten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / www.kindergesundheit-info.de: „Süßes – nur mit Vorsicht zu genießen Ob Haushaltszucker, Fruchtzucker, Traubenzucker, Honig, Maltodextrin oder Sirup – alle Arten von Zucker sind gleichermaßen schädlich für die Zähne. Denn Kariesbakterien verwerten jeden Zucker zur Bildung der schädigenden Säuren.“

Naschen – aber richtig!

Damit die Zähne das Osterfest überstehen und der Genuss dabei nicht zu kurz kommt, hier einige Tipps:

  • Süßes nicht in kleinen Portionen über den ganzen Tag verputzen, sondern lieber einmal eine schöne Portion (gerade der ständige Nachschub sorgt für viel Freude bei den Bakterien)
  • aufpassen bei klebrigen Leckereien wie Lutschern, Karamellbonbons oder Honig (die hängen schön lange an den Zähnen)
  • besonders säurehaltige Lebensmittel wie Zitronensaft, Orangensaft, Apfelsaft, Cola, Limonaden und Wein lieber einschränken
  • nach besonders sauren Sachen mindestens eine halbe Stunde keine Zähne putzen (der angegriffene Zahnschmelz mag die Zahnbürste erst mal nicht)
  • immer mal wieder Vollkorkprodukte und Rohkost naschen (Lebensmittel, die stärker gekaut werden müssen, regen den Speichelfluss an, der die Säure neutralisiert)
  • weil auf Süßes gerne Herzhaftes folgt sollte Käse auf dem Speiseplan stehen (das Protein Kasein und die Mineralstoffe Kalzium und Phosphat bauen den Zahnschmelz wieder auf)
Zahnpflege und der Besuch beim Zahnarzt!

Und auch wenn der Osterhase keine neue coole Zahnbürste ins Nest gepackt hat: Wenn Süßes auf dem Speiseplan steht, sollten die Zähne besonders gründlich geputzt werden. Dabei bitte die Zahnzwischenräume und die Zunge nicht vergessen – denn hier feiern die Bakterien besonders gerne (nicht nur an den Osterfeiertagen). Wer auf Nummer Sicher gehen will, der vereinbart für die Wochen nach Ostern direkt einen Termin in seiner Praxis – da kann die Frühlingsprophylaxe für die Zähne direkt mit gemacht werden!