Für die einen heißt es schon seit kurzer Zeit „ab auf die Schulbank“, für die anderen geht es bald los! Besonders aufgeregt sind hier natürlich die  Erstklässler – nicht zuletzt wegen der gut gefüllten Schultüte am ersten Schultag. Wir raten Eltern, nur wenig Süßigkeiten mit in die Schule zu schicken. Überraschen Sie die Kinder lieber mit Geschenken, die Freude machen und die Zähne schonen. Denn dieser neue und wichtige Lebensabschnitt bereitet die Kinder auch darauf vor, selbst auf die Gesundheit ihrer Zähne zu achten. Was ist wichtig zu wissen? Unsere Redaktion hat ein paar Tipps für Sie zusammengestellt.

Zuckerfreie Alternativen zum Schutz empfindlicher Milchzähne

Bakterien verwandeln Industrie-, Frucht-, Trauben-, Milch- und Malzzucker in Säuren, die wiederum den Zahnschmelz angreifen. Dadurch wird er porös und durchlässig für Bakterien, die den Zahn von innen angreifen: Karies entsteht. Vor allem Milchzähne sind dafür besonders anfällig, da sie weicher als die bleibenden Zähne sind.

Damit die Kleinen also schon möglichst zahngesund in die Schulzeit starten, lieber auf zu viel Zuckerzeug verzichten und Alternativen suchen. Witzige Zahnbürsten, eine Fahrradklingel oder Stofftiere können den ABC-Schützen beispielsweise viel Freude bereiten.

Die Initiative pro Dente hat eine „Checkliste Schultüte“ ins Internet gestellt. Da finden Eltern Ideen und Anregungen – hier einige Beispiele:

  • Schlüsselanhänger
  • Schmuck
  • Flummis
  • Geduldsspiele
  • Lufballons
  • Malbuch und Stifte
  • Knetgummi
  • bunte Halstücher

Der gesunde Pausen-Snack

Auch das Pausenbrot sollte zahngesund sein und den Erstklässlern die notwendige Energie für die aufregenden, neuen Tage bieten. Ideal sind etwas Obst oder Gemüse und mit Wurst oder Käse belegte Brote. Auch die Getränke sollten die Zähne schonen, am besten sind Wasser, ungesüßte Tees oder Milch.

Um beim Nachwuchs ein Bewusstsein für gesunde Zähne zu schaffen, sollten Eltern das Schulfrühstück mit ihrem Kind gemeinsam zubereiten. Schließlich ist der Besuch der Schule für die Kleinen ein Schritt hin zu mehr Selbstständigkeit.

Mehr Eigenständigkeit beim Putzen

Das bedeutet auch, dass die Kinder spätestens zur Einschulung ihre Zähne selbst putzen. Die Eltern kontrollieren das Ergebnis anfangs kontrollieren und putzen gegebenenfalls nach. Langfristig sollten die Kinder das aber alleine schaffen und die Zähne zweimal täglich zwei bis drei Minuten putzen.

Damit sie beim Putzen keine Stellen vergessen gilt die KAI-Regel: zuerst die Kauflächen mit kurzen Hin- und Herbewegungen putzen. Dann sind mit kreisenden Bewegungen die Außenflächen dran. Zum Schluss werden die Innenflächen mit kleinen Kreisen oder Drehbewegungen (von Rot nach Weiß), vom Zahnfleisch zum Zahn, gereinigt.

Auch wenn in vielen Schulen ein Schulzahnarzt die Mundgesundheit der Schüler kontrolliert: Alle sechs Monate geht es zur Kontrolle in die Zahnarztpraxis! Bei der Gelegenheit kann der Zahnarzt auch Fragen beantworten und Tipps geben.

Naschen erlaubt – aber richtig

Süßigkeiten ganz zu verbieten, fällt vielen Eltern verständlicherweise schwer. Es ist besser, wenn das Kind nur einmal am Tag naschen darf, als mehrfach. Denn dann sind die Zähne dem Zucker über einen längeren Zeitraum ausgesetzt und die Bakterien können ganze Arbeit leisten.

Wer also nicht vollkommen auf Zuckerwerk verzichten will, findet auch hier die zuckerfreien Alternativen: Auf der Internetseite des Zahnmännchens finden Eltern dafür viele Anregungen.

Und jetzt wünschen wir allen Eltern, Kindern, Schulanfängern und natürlich auch den Lehrern eine schöne und zahngesunde Schulzeit!