Karius und Baktus sehen auf den ersten Blick ja ganz putzig aus, die beiden haben es aber faustdick hinter den Ohren – oder besser: Auf den Zähnen! Seit mehr als 60 Jahren animieren die Zahntrolle vor allem Kinder, den Bakterien im Mund mit Zahnbürste und Co. das Leben schwer zu machen. Was damals noch niemand wusste: Karies und andere bakterielle Zahnerkrankungen können für massiven Gesundheitsstress sorgen. Sie erhöhen die Risiken für unsere allgemeine Gesundheit – auch für einen Schlaganfall! karius und baktus bakterien als gefahr für schlaganfall

Gefahr für Blutungen im Gehirn steigt

Japanische Forscher veröffentlichten im Februar dieses Jahres eine Studie, in der sie die Blutwerte von hundert Patienten mit Schlaganfällen untersuchten. Sie nahmen Speichelproben und fanden bei etwa der Hälfte der Probanden einen der wichtigsten Karieserreger – den Streptococcus mutans.

Gelangt dieser Erreger über die Blutbahn in den Kreislauf, steigt die Gefahr für Blutungen im Gehirn und damit die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall. Besonders gefährdet: Gefäße, die bereits durch hohen Blutdruck oder altersbedingt vorgeschädigt sind!

Volkskrankheit Parodontitis

Was der Mundgesundheit schadet, ist somit auch eine Gefahr für den ganzen Körper. Neu ist diese Erkenntnis nicht, doch unterschätzen viele die Auswirkungen von Entzündungen im Mundraum. Die Parodontitis hat sich zu einer Volkskrankheit in Deutschland entwickelt und ist die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Dramatischere Folgen für unsere Gesundheit sind wissenschaftlich erwiesen.

So erhöht die bakterielle Entzündung des Zahnbetts das Risiko für Herzinfarkte, Diabetes und rheumatoider Arthritis.

Der Zahnarzt macht Schluss mit Karius und Baktus

Durch eine gute Mundpflege tut man also nicht nur seinen Zähnen etwas Gutes, sondern investiert auch in seine Gesundheit. Nur mit der Zahnbürste hat man gegen die fiesen Bakterien allerdings keine Chance –  da braucht es schon professionelle Unterstützung.

In der Praxis erkennt der Zahnarzt, welche Art Bakterien und Keime sich in unserem Mund richtig wohl fühlen und wo die Gründe dafür liegen. Daraus entsteht ein Behandlungsplan, zu dem immer die regelmäßige „Professionellen Zahnreinigung (PZR)“ gehört. Die Prophylaxe-Profis entfernen Bakterien dort, wo die Zahnbürste nicht mehr hinkommt. Mindestens zweimal im Jahr sollte man das seinen Zähnen schon gönnen. So wie die täglich Pflege unserer Zähne zu Hause – damit Karies und Baktus möglichst nichts zu lachen haben.