Wer nicht auf seine Zähne und seine Mundhygiene achtet, der tut seinem Herz nichts Gutes. So viel steht fest. Mit einem schönen Lächeln lässt sich einfach besser flirten, vor allem aber lässt es sich damit gesünder leben. Denn kranke Zähne und geschädigtes Zahnfleisch stehen nachweislich im Zusammenhang mit Herz- und Kreislauferkrankungen. Zum Weltherztag 2016 heißt es deshalb: Früh genug vorsorgen, damit aus Zahnschmerz kein Herzschmerz wird. Information Mundgesundheit zum Weltherztag 2016: Damit aus Zahnschmerzen keine Herzschmerzen werden!

Laut Wissenschaft erleiden Menschen mit kranken Zähnen und entzündetem Zahnfleisch häufiger Schlaganfälle und Herzinfarkte als Menschen ohne Zahnprobleme. In verschiedenen Studien wurde bewiesen, dass vor allem die Parodontitis – die bakterielle Entzündung des Zahnbettes – gefährlich für das Herz sein kann.

Bakterien und Botenstoffe greifen Gefäße an

In einer Studie, die 2011 veröffentlich wurde, haben schwedische Forscher etwa 8.000 Patienten über einen Zeitraum von mehr als 13 Jahren medizinisch begleitet. Mehr als tausend erlitten in diesem Zeitraum einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall.  Die Forscher fanden heraus, dass es einen statistischen Zusammenhang zwischen bakteriellen Entzündungen im Mund und der Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt gab.

Gefährlich wird es für das Herz, wenn sich Bakterien und Botenstoffe aus den entzündeten Zahnfleischtaschen lösen und in die Blutbahn gelangen. Sie greifen Gefäße an, die auf Dauer an Elastizität verlieren und sich nicht mehr erweitern können – das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt steigt. Das Fazit der schwedischen Studie: Bei Patienten mit schwer krankem Zahnfleisch lag das Risiko um 70 Prozent höher als bei den gesunden Patienten!

Die richtige Prophylaxe: eine Herzensangelegenheit

Deshalb sollte die Prophylaxe und Zahnpflege für jeden zu einer Herzensangelegenheit werden. Das fängt mit der richtigen Zahnputztechnik zu Hause im Badezimmer an und sollte mit einer Professionellen Zahnreinigung in der Praxis weitergehen. Besonders diejenigen, die bereits unter einer Parodontitis, entzündetem Zahnfleisch oder Karies leiden, sollten aktiv werden und ihren Zahnarzt ansprechen. Bereits angegriffene Gefäße können sich wieder erholen, wenn auf lange Sicht die Mundhygiene verbessert wird. Ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung kann seinen Teil dazu beitragen.

Das Rauchen hingegen sollte man sein lassen, wenn man seinen bereits geschädigten Gefäßen nicht noch mehr schaden will. Die Zigarette hilft dem Herzen beim Gesundbleiben mindestens genauso wenig wie schlechte Zähne einem das Flirten erleichtern.

Fotomotiv Weltherztag 2016 Herz und Kreislauf