Peter ist knapp 40 Jahre alt und Peter raucht – seit rund 20 Jahren! Wenn er am Abend seine letzte Zigarette in den Aschenbecher gedrückt hat, ist eine Schachtel Zigaretten als blauer Dunst in der Atmosphäre verschwunden. Natürlich weiß Peter, dass er damit seiner Gesundheit massiv schadet und die Risiken für Lungenkrebs und Herzinfarkt, oder Schlaganfall deutlich erhöht. Krebs in der Mundhöhle oder im Rachen ist die fünfthäufigste Krebsneuerkrankung bei Männern!

Gesundheitsrisiko Parodontitis

Was Peter nicht weiß: Die Auswirkungen des Nikotins sind auch für die Mundgesundheit erheblich – bis lebensbedrohlich! Nikotinkonsum erhöht das Risiko einer Parodontitis um das fünf bis sechsfache. Laut der aktuellen Mundgesundheitsstudie leiden mehr als ein Viertel aller Raucher im Alter von 35 bis 44 Jahren an einer schweren Parodontitis. Und jetzt wird es richtig gefährlich: Die Parodontitis – also die chronische Entzündung des Zahnbettes – steigert ihrerseits die Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes oder Rheuma!

Die eigentlichen Auslöser der Parodontitis (wird im Volksmund gerne auch Parodontose genannt) sind Bakterien und Keime, die sich als Plaque oder Biofilm im Mundraum tummeln. Ein gesunder Mensch, dessen Immunsystem intakt ist, wird in der Regel mit diesen Bakterien fertig – optimale Mundhygiene vorausgesetzt. Bei Rauchern sieht das allerdings ganz anders aus: Das Nervengift Nikotin verengt die Blutgefäße und die Schleimhäute und das Zahnfleisch werden nicht mehr optimal durchblutet. Die mangelnde Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen schwächt die Abwehrkräfte enorm und schädliche Bakterien freuen sich über die fehlende Gegenwehr.

Gefahr für Zähne und Implantate

Normalerweise gibt es erste Anzeichen für eine beginnende Parodontitis. Vor allem regelmäßiges Zahnfleischbluten signalisiert deutlich – Achtung Entzündung! Aber auf dieses Warnsignal können sich Peter und die anderen Raucher nicht verlassen: Verengte Gefäße und eingeschränkte Durchblutung verhindern das Zahnfleischbluten!

Neben den Gefahren für die allgemeine Gesundheit geht es natürlich immer auch um die Zähne. Wird eine Parodontitis zu spät erkannt und nicht behandelt, droht Peter am Ende der Verlust seiner – schon lange nicht mehr weißen – Zähne! Die permanenten Entzündungen im Zahnhalteapparat sorgen langfristig für einen Abbau des Kieferknochens, die Zähne werden immer lockerer und fallen schließlich aus. Gleiches gilt natürlich auch für Implantate. Hier nennt man die Entzündung des umliegenden Gewebes „Periimplantitis“ – der häufigste Grund für den Verlust von Implantaten.

Schon bei der Versorgung mit den künstlichen Zahnwurzeln sieht es für den Raucher mit schwerer Parodontitis nicht gut aus. Fehlender Kieferknochen und eine deutlich erschwerte Einheilung der Implantate sind Risiken für eine erfolgreiche Implantation.

Stop Smoking und regelmäßige Zahnarztbesuche

Raucher sollten unbedingt regelmäßig zur Prophylaxe gehen, um die Risiken für Zahnerkrankungen überprüfen zu lassen. Im Rahmen der Prophylaxe werden die Zähne immer professionell gereinigt und der bakterielle Zahnbelag entfernt. Auch die tägliche Pflege von Zähnen und Zahnfleisch ist für Nikotinkonsumenten sehr wichtig!

Der beste Weg in Richtung Gesundheit ist natürlich der komplette Verzicht auf Pfeife, Zigarre und Zigarette. Und vielleicht nimmt Peter den Weltnichtrauchertag am 31. Mai ja zum Anlass, mal wieder einen Termin in seiner Zahnarztpraxis zu vereinbaren. Denn hier finden Patienten in der Regel auch einen kompetenten Partner, wenn es darum geht, mit dem Rauchen aufzuhören!


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