Weltnichtrauchertag 2017: Wer die Zigaretten sein lässt, investiert auch in gesunde Zähne!

Blei, Insektizide und Teer – wer würde das schon gerne mehrmals am Tag freiwillig einatmen? Jeder vierte Erwachsene in Deutschland! So viele Menschen greifen mehrmals täglich zur Zigarette und inhalieren giftige Inhaltsstoffe, die ihrer Gesundheit schaden. Auch die Zähne leiden unter dem blauen Dunst. Zum Weltnichtrauchertag 2017 erklären wir deshalb, warum ein Rauch-Stopp auch der Mundgesundheit guttut.

15 Mal höheres Risiko für Parodontitis

Die Weltgesundheitsorganisation erinnert mit dem Weltnichtrauchertag am 31. Mai jährlich an die Folgen des Rauchens. Dabei sollten sie längst bekannt sein. Immerhin sehen Raucher sie mittlerweile auf jeder Zigarettenschachtel: die Bilder von Geschwüren, Raucherbeinen und schwarzen Zähnen. Doch der Warnschuss hält längst nicht alle davon ab, weiter regelmäßig zum Glimmstengel zu greifen.

Auch Zähne und Zahnfleisch machen die tägliche Dosis Nikotin, Tabak und Teer nicht lange mit. Wer besonders viel raucht, hat laut Bundeszahnärztekammer ein bis zu fünfzehn Mal höheres Risiko an einer Parodontitis zu erkranken!

Die chronische Entzündung des Zahnbetts ist die häufigste Ursache für frühzeitigen Zahnverlust bei Erwachsenen und hat gefährliche Auswirkungen auf Krankheiten wie Diabetes, rheumatoide Arthritis und Herz-Kreislauferkrankungen.

Rauchen vergiftet den Speichel

Wer sich mehrmals täglich eine Kippe gönnt, vergiftet außerdem seinen Speichel. Die Spucke ist der natürliche Beschützer unserer Zähne und unterstützt sie unter anderem bei der Remineralisierung nach einem Säureangriff.

Durch die fehlende Schutzfunktion des Speichels haben es Bakterien leichter, dem Zahnschmelz zu schaden. Die Folge sind Karieslöcher. Raucher haben deswegen häufiger Karies und mehr Zähne mit Füllungen, die das Loch schließen. Das Raucher-Lächeln offenbart aber häufig nicht nur kranke, sondern auch verfärbte Zähne. Aus einem ansehnlichen Weiß machen eifrige Raucher innerhalb weniger Monate ein unschönes Gelb.

Wer raucht, muss außerdem mit einem erhöhten Risiko für eine Krebserkrankung leben. Schon nach einer Zigarette tummeln sich in der Raucherspucke große Mengen krebserregender Substanzen, die das Risiko für Mundhöhlenkrebs deutlich erhöhen. Die sogenannten Präkanzerosen sind Veränderungen der Mundschleimhaut, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb weniger Jahre in Krebs umwandeln.

Jährlich sterben mehr als 100 000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens. Mundhöhlenkrebs gehört zu den traurigen Top-5 der häufigsten Todesursachen durch Nikotinkonsum. Diese Zahlen hat das Deutsche Krebsforschungszentrum im Tabakatlas Deutschland 2015 veröffentlicht.

Info: Rauchen wird uncool

Implantate heilen schlechter ein

Auch für Implantate stehen die Chancen schlecht, wenn die Zigarette regelmäßig für dicke Luft sorgt. Das Risiko für Implantatverlust ist bei Rauchern doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern. Das liegt vor allem an der schlechteren Wundheilung. Durch das Rauchen verengen sich die Gefäße, was die Durchblutung stört. Die Parodontitis trägt ihren Teil dazu bei, indem sie für Knochenabbau im Kiefer sorgt und dem Implantat den Halt kostet.

Wer sich von den gesundheitlichen Folgen für die eigene Mundgesundheit nicht abschrecken lässt, lässt das Rauchen vielleicht für die Gesundheit seiner Liebsten sein. Passivrauchen erhöht unter anderem das Risiko für eine Frühgeburt und kann bei Kindern zu ernsthaften Atemwegserkrankungen führen.

Der Zahnarzt erkennt ungesunde Veränderungen

Und wer trotzdem nicht auf die Zigarette danach, zum Mittagessen oder bei einem Gläschen Wein verzichten möchte, sollte wenigstens beim Zahnarzt vorsorgen.

Besonders für Raucher ist eine gute Prophylaxe Pflicht, um das Risiko für gesundheitliche Folgen so klein wie möglich zu halten! Die Profis in der Praxis bestimmen das individuelle Risiko für Erkrankungen wie die Parodontitis und erkennen ungesunde Veränderungen an der Mundschleimhaut früh genug.

INFO: Weltnichtrauchertag 2017: Rauchen – eine Bedrohung für die menschliche Entwicklung