Jürgen Vogel, Madonna oder Seal – viele Prominente sind ihren Zahnlücken treu und strahlen mit einem überzeugenden Lächeln in die Kamera. Während schmale kleine Lücken zwischen gesunden Zähnen dem Gesicht einen individuellen, charismatischen Touch geben, sind große Zahnlücken aufgrund fehlender Zähne alles andere als sexy. Die Ästhetik ist beeinträchtigt. Außerdem sind gesundheitlich negative Auswirkungen zu erwarten. Was also tun, wenn der Zahn fehlt?

Ursachen für den Zahnverlust

Ein fehlender Zahn kann viele Gründe haben – zum Beispiel:

  • eine angeborene Nichtanlage
  • ein Unfall
  • eine Parodontitis, die Zahnbett-Entzündung
  • eine starke Karies
  • Knochenschwund
  • Tumorerkrankungen

Was gibt´s denn da zu lachen!

Im Frontzahnbereich stört eine breite Zahnlücke vielen Menschen, denn der Makel ist deutlich sichtbar. Man fühlt sich unwohl und unsicher beim Lachen. Zudem kann das Sprachvermögen entscheidend beeinträchtigt werden, allein schon durch einen einzelnen fehlenden Frontzahn im Oberkiefer. Ein fehlender Frontzahn stört also fast jeden Menschen. Das schöne Lachen kann mit der Zahnlücke schnell vergehen.

Gut gekaut, ist halb verdaut!

Und im Bereich der seitlichen und hinteren Zähne? Fehlt hier ein Zahn, ist oft zu hören:

  • „Sieht doch keiner!“
  • „Die Lücke stört mich nicht.“

Aber können diese Sätze ernst genommen werden? Während der fehlende Frontzahn in erster Linie das Wohlbefinden beeinträchtig, steht im Seitenzahnbereich die Kauffunktion im Mittelpunkt. Wir alle haben gelernt, dass die Nahrungszerkleinerung beim Kauen maßgeblich die Verdauung und damit eine wichtige Körperfunktion bestimmt. Fehlt ein Seitenzahn, ist die Kaufunktion gestört! Auch wenn dies für den Menschen „auf den ersten Biss“ so nicht wahrnehmbar ist.

Fehlende Zähne – Gefahr für die Gesundheit

Und es geht weiter … !

Der fehlende Zahn löst unter Umständen eine Reihe von Folgeerkrankungen aus. Die der Lücke angrenzenden Zähne verlieren ihre Abstützung und kippen im Laufe der Zeit in die Lücke. Die komplette Zahnreihe kann sich hierbei verschieben. Nun passen die Kontaktflächen der Zähne in Unter- und Oberkiefer nicht mehr zusammen. Die Kiefergelenke werden einer hohen Stresssituation ausgesetzt. Das kann ein Auslöser für die sogenannte craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sein. Deren Folgen wiederum sind auch vielfältig: Kopf- oder Gesichtsschmerzen, Uhrgeräusche – vom Nacken über den Rücken und die Hüfte bis hin zu den Beinen, der ganze Körper ist beeinträchtigt.

Außerdem bilden sich durch in die Lücke kippende Zähne Schmutznischen. Hier können sich Bakterien einnisten, die auch mit einer guten Mundhygiene nie vollständig entfernt werden. Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates können die Folge sein. Schnell steht nun der nächste Zahn auf dem Spiel.

Schluss mit der Lücke

„Sieht doch keiner“ ist also Quatsch! Der fehlende Zahn sollte ersetzt werden und das lieber früher, als später. Die aufgezeigten Negativ-Szenarien lassen sich vermeiden, wenn rechtzeitig der Zahnarzt aufgesucht wird. Je nach Indikation und Patientenwunsch wird eine optimale Lösung zum Schluss der Lücke vorgeschlagen.

Zum Thema: Kein Mut zur Lücke, wenn es um die Zähne geht!