Unsere Zähne sollen uns so lange wie möglich durch das Leben begleiten. In dieser Zeit werden sie zu absoluten Schwerarbeitern: sie kauen, mahlen, zerkleinern und leisten so einen wichtigen Beitrag zur täglichen Ernährung. Zähne sind aber auch unsere Visitenkarte – ein strahlendes und sympathisches Lächeln ist ein erster bleibender Eindruck. „Gesunde Zähne, ein Leben lang“ ist für viele Menschen allerdings nicht mehr als ein unerfüllter Wunsch. Der Wert gesunder Zähne für die allgemeine Gesundheit ist immer noch nicht allen bekannt: Karies und Parodontitis sind weit verbreitete Volkskrankheiten, die oft den Verlust von Zähnen zur Folge haben. Die größten Gefahren für Zähne, Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat haben wir einmal kurz zusammengefasst!

Weitere Tipps und Informationen findet ihr auch hier im Video „Gesunde Zähne!“

Roter Lolli vor einem geschädigten Gebiss

Mangelnde Mundhygiene
Die Mundhygiene im Alltag ist der alles entscheidende Faktor. Nur wer hier konsequent handelt – und das spätestens mit dem ersten Milchzahn, der erhält sich und seiner Familie die Chance auf gesunde Zähne. Für viele Menschen gehört die Zahnpflege aber noch immer nicht zur grundsätzlichen Gesundheitsvorsorge, sondern eher zum täglichen Waschprogramm, das gerne auch mal ausfallen kann. Eine gründliche Zahnpflege beinhaltet zwei Mal täglich: Zähne putzen, die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen und die Reinigung der Zunge. Die richtigen Techniken (KAI für Kinder und BRASS für Erwachsene) zeigen euch die geschulten Prophylaxe-Experten in der Zahnarztpraxis. Hier erfahrt ihr auch, welche Zahnbürsten und Zahnpasten für euch geeignet sind.

Fehlende Kontrolle / Zahnarztangst
Wer geht schon gerne zum Zahnarzt? Viele haben Angst, bekommen regelrecht Panik bei dem Gedanken an den Bohrer – eine Angst, die heutzutage unbegründet ist. Zahnärzte arbeiten mit unterschiedlichen Methoden, um Schmerzen zu vermeiden und gehen möglichst sanft und schonend mit den Patienten um. Die Angst vor dem Zahnarzt darf niemals dazu führen, dass notwendige Kontroll- und Vorsorgetermine nicht wahrgenommen werden.  Eine gründliche professionelle Zahnreinigung beseitigt schädlichen bakteriellen Zahnbelag auch dort, wo wir mit unseren Mitteln zuhause nur wenig Chancen haben. Prävention und Kontrolle – die Prophylaxe in der Zahnarztpraxis – sorgen dafür, dass Risiken rechtzeitig erkannt werden. So können Krankheiten wie Karies und Parodontitis entweder vermieden, oder früh genug behandelt werden. Gesunde Zähne tun nicht weh und kosten später auch nicht viel – und wer mit gesunden Zähnen zum Arzt geht, der hat keinen Grund zur Panik.

Was den Zähnen nicht schmeckt
Auf zu viel Süßes und Saures stehen unsere Zähne überhaupt nicht. Dass Zucker Karieslöcher in die Zähne frisst, stimmt so allerdings nur indirekt. Zucker dient Bakterien in unserem Mund als Nahrung. Die Bakterien wandeln den Zucker in Säuren um. Und Zucker findet sich nicht nur in Süßigkeiten, sondern beispielsweise auch in Obst, Brot, Ketchup oder in Senf. Auschlaggebend für den schädlichen Einfluss des Zuckers ist übrigens nicht die Menge. Wer regelmäßig, über den Tag verteilt, zuckerhaltige Nahrungsmittel zu sich nimmt, ist ein guter Gastgeber für die Bakterien in seinem Mund, die sich so munter vermehren. Dann lieber einmal am Tag eine Tafel Schokolade, als von morgens bis abends kleine Stückchen naschen. Säuren finden sich natürlich auch in vielen Lebensmitteln – vor allem im Obst. Aber auch Getränke wie Saft, Limonade, Cola oder Wein sind hochkarätige Säurelieferanten, die dem Zahnschmelz sofort zusetzen. Hier empfehlen die Experten mit dem Putzen mindestens eine halbe Stunde zu warten. Sonst besteht die Gefahr, dass der angegriffene Zahnschmelz durch das Putzen weiter geschädigt wird. Milchprodukte gleichen die Wirkung der Säuren übrigens aus und mit Wasser kann man die Säuren im Mund verdünnen und die Wirkung abschwächen.

Zahngesund leben
Einer der größten Feinde unserer Mundgesundheit ist das Rauchen. Nikotin und andere Gifte schädigen Zähne und Zahnfleisch auf verschiedene Art und Weise. So haben Raucher ein deutlich höheres Risiko an einer Parodontitis, der chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates, zu erkranken. Bei Rauchern ist das Immunsystem geschwächt und Bakterien und Keime können sich leichter vermehren. Am Ende droht der Verlust der Zähne – oder des Implantates. Wer feststellt, dass sein Mund häufig unnatürlich trocken ist, der sollte die Ursache feststellen lassen. Bestimmte Krankheiten und Medikamente können für eine Verringerung des Speichels verantwortlich sein. Für die Zähne und die Mundgesundheit ist ein ausreichender Speichelfluss sehr wichtig – als Teil der natürlichen Selbstreinigung. Vorsicht bei dauerhaftem Zähneknirschen. Wird das nächtliche Knirschen so stark, dass Zahnsubstanz zerstört wird, drohen größere Schäden – hier helfen beispielsweise Entspannungstechniken oder individuell angepasste Schienen.

Es gibt viele Faktoren, die eine optimale Mundgesundheit negativ beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise auch Krankheiten, wie der Diabetes. Grundsätzlich ist eine gesunde und aktive Lebensweise auch gut für Zähne und Zahnfleisch – vor allem in Kombination mit regelmäßiger Kontrolle und Beratung in der Zahnarztpraxis.