„Viele Tausende von Gutachten u. Anerkennungsschreiben loben die Kaliklora als beste Zahnpasta, besonders wegen ihrer Milde, ihrer Reinigungswirkung u. wegen ihrer herrlichen Erfrischung.“  So hieß es 1929 original in der Zahnpastawerbung eines Hamburger Unternehmens.

Ganz so viel hat sich bis heute nicht geändert: Fluoride, eine antibakterielle und schmerzreduzierende Wirkung, schonende Reinigung, Frische und Geschmack – alles bekannte Begriffe aus dem Reich des Zahnpasta-Marketings. Aber welche Tube ist denn nun die, die am ehesten zu gesunden, hellen Zähnen, zu rosigem Zahnfleisch und zu einem frischen Atem führt.

Die Frage nach der geeigneten und vor allem wirksamen Zahnpasta kann letztlich nur von Experten beantwortet werden – von den Zahnärzten und Prophylaxespezialisten in der Zahnarztpraxis. Nur sie kennen die individuelle Situation der Patienten und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse. Gesunde Menschen, ohne Probleme an Zähnen und Zahnfleisch, benötigen selten eine spezielle Zahnpasta und können die meisten Produkte nutzen. Bei erkrankten und empfindlichen Patienten, bei Kindern, Implantat- oder Prothesenträgern sieht das oftmals anders aus.

Generell sollten Zahnpasten schonend reinigen, den Zahnschmelz nicht angreifen und die jeweils empfohlene Menge Fluoride enthalten. Hauptsache, es wird regelmäßig geputzt! Deshalb ist es natürlich immer wichtig, dass eine Zahnpasta auch schmeckt!

Woraus bestehen Zahnpasten?

Eine Zahnpasta besteht in der Regel aus einer weichen Paste oder Gel. Dazu kommen verschiedene Inhaltsstoffe wie beispielsweise:

  • Fluoride
  • Putzkörper
  • Schaumbildner
  • Aroma- und Farbstoffe
  • Kräuter
  • Salze / Mineralien

Worauf Sie achten sollten!

FLUORIDE dienen der Vorsorge. Sie sind der wichtigste Inhaltsstoff der Zahnpasta, um die Kariesrisiken zu senken. Fluoride härten den Zahnschmelz und schützen die Zähne vor Säureattacken und Karieslöchern. Die empfohlene tägliche Dosis hängt vom Alter und dem Gesundheitszustand der Patienten ab und sollte immer individuell mit dem Zahnarzt besprochen werden. Informationen dazu finden Sie beispielsweise auf der Homepage der KZBV – der „Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung“. PUTZKÖRPER sind der Hauptbestandteil der meisten Zahnpasten und dienen der Reinigung der Zähne. Sie haben eine „abrasive“ – also schleifende – Wirkung. Die Schleifpartikel bestehen aus unterschiedlichen Materialien wie:

  • Kieselsäure
  • Kreide
  • Meersalz
  • Kalziumkarbonat

Wichtig ist eine schonende Wirkung der Putzkörper, die den Zahnschmelz nicht verletzen dürfen. Zahnpasten fallen nicht unter das Arzneimittelgesetz, sondern werden gesetzlich als Kosmetik geführt. Auf mögliche Nebenwirkungen müssen die Hersteller daher nicht hinweisen. In der Regel findet sich aber der sogenannte RDA-Wert auf der Verpackung. Dieser Wert sollte möglichst gering sein, denn er gibt die Schleifwirkung der Putzkörper an.

Und sonst?

SCHAUMBILDNER unterstützen den Reinigungseffekt der Zahnpasta. Damit eine Zahnpasta richtig schön schäumt und auch in die Zahnzwischenräume gelangt, werden meistens Tenside eingesetzt. SÜß-STOFFE und AROMEN haben keinen direkten gesundheitlichen Nutzen. Aber wenn Zahnpasten dadurch besser schmecken, werden sie auch regelmäßiger benutzt. Einige Produkte, die bei besonders empfindlichen Zähnen empfohlen werden, enthalten Kaliumnitrat. Damit soll die Weiterleitung von Reizen zum Zahnnerv verhindert werden.

Für die meisten Menschen sind die gängigen Zahnpasten und ihre Inhalte gesundheitlich unbedenklich. Allergiker sollten mit ihrem Zahnarzt sprechen und sich bei Bedarf auf bestimmte Inhaltsstoffe testen lassen.

Aber damit das kleine Rotbäckchen am Ende des TV-Spots seiner Mama freudestrahlend entgegenrufen kann „Mama, Mama – er hat überhaupt nicht gebohrt!“, bedarf es mehr, als nur die passende Paste auf der Zahnbürste. Die regelmäßige Prophylaxe in der Zahnarztpraxis, eine individuell optimale Mundhygiene zuhause und eine zahngesunde Ernährung sind die wesentlichen Bausteine der Mundgesundheit!


Quelle: blog.22-77-99
Weitere Informationen: Initiative proDente / Der Prophylaxe-Berater