Jürgen Klopp lächelt neuerdings wie ein Hollywoodstar. Der Fußballtrainer hat seine – nicht ganz so perfekten – Zähne hinter Veneers versteckt. Die Verblendschalen aus Keramik stellen die perfekte Zahnreihe wieder her und sehen dabei dem Original täuschend ähnlich. Jürgen Klopp hat hat also schon seine Erfahrungen mit Veneers gemacht. Wir beantworten häufige gestellte Fragen zu Veneers – von den Kosten bis zur Pflege!

Veneers sind hauchdünne Verblendschalen, die meistens aus Keramik hergestellt werden. Was Veneers kosten und wie sie zum Einsatz kommen, erklärt Information Mundgesundheit.

Was kosten Veneers?

Wer im Internet nach Veneers sucht, der stellt schnell fest: Die meisten Menschen möchten wissen, wie teuer Veneers sind und ob die Kosten übernommen werden.

Die Kosten sind individuell und variieren je nach Art und Behandlung. So gibt es die günstige Variante aus Kunststoff schon mal ab 80 €. Für eine nachhaltige Versorgung sollten Sie aber mit Kosten für ein einzelnes Veneer zwischen 400 € und 1.200 € (für hochwertige Keramik) rechnen.

Die Preise errechnen sich aus:

  • dem verwendeten Material und den Laborkosten
  • dem zahnärztlichen Honorar
  • den Kosten für mögliche Zusatzbehandlungen (z. B. kieferorthopädische Behandlungen, Farbanpassung natürlicher Zähne durch ein Bleaching)

In der Regel drehen gesetzliche Krankenkassen beim Thema Veneers den Geldhahn zu, da es sich um eine kosmetische Leistung handelt. Privat versicherte Patienten sollten sich exakt mit ihrem Versicherungsvertrag auseinander setzen. Aber auch hier werden die Kosten selten übernommen, das gilt auch für die meisten Zahnzusatzversicherungen.

Was sind Veneers?

Das Wort Veneer kommt aus dem Englischen und steht für Furnier oder Fassade. Bekannt sind Furniere vor allem aus der Möbelindustrie. Hier werden beispielsweise einfache Holzplatten mit hauchdünnen Edelhölzern verblendet und somit optisch aufgewertet. Und so setzen Zahnärzte Veneers auch in der ästhetischen Zahnmedizin ein. Zum Beispiel bei:

  • Schäden nach einem Zahnunfall
  • kleineren Zahnlücken
  • Verfärbungen der Zähne
  • großen sichtbaren Füllungen
  • Schäden am Zahnschmelz
  • unschönen Zahnformen
  • Zahnfehlstellungen

Information Mundgesundheit klärt auf: Veneers kommen zum Einsatz, um verfärbte Zähne, Zahnfehlstellungen und kleine Schäden zu verdecken..

Welche Arten von Veneers gibt es?

Veneers unterscheiden sich vor allem im Material, der Stärke und der Art und Weise der Befestigung.

Keramik eignet sich besonders gut, um die natürlichen Zähne zu verblenden. Das Hochleistungsporzellan ist lichtdurchlässig und sieht dem Original täuschend ähnlich. Außerdem sind Veneers aus Keramik gut verträglich und Allergien nicht bekannt.

Veneers aus Keramik sind ca. 1mm (konventionelle Veeners) dünn und werden mit einer speziellen Technik auf die vorhandenen Zähne aufgeklebt. Zuvor schleift der Zahnarzt die Oberfläche der natürlichen Zähne an. Die hauchdünne Variante der Veneers (ca. 0,3mm) kann befestigt werden ohne die Zahnoberfächen zu beschleifen. Hier sprechen die Experten von Non-Prep-Veneers.

Veneers aus Komposit (Kunststoffe) sind zwar günstiger, bieten aber nicht die hervorragenden Eigenschaften wie Verblendschalen aus Keramik. Veneers-to-Go sind in gängigen Größen und Formen vorhanden und werden – in einer Sitzung – geringfügig für den jeweiligen Patienten angepasst.

So werden Veneers eingesetzt

Der Zahnarzt nimmt zunächst Abdrücke von den Zähnen. Für das perfekte strahlende Lächeln müssen die Veneers passgenau auf den Zähnen sitzen. Dafür sorgt der Zahntechniker anschließend in aufwendiger Handarbeit.

Er fertigt für jeden einzelnen Zahn eine individuelle Verblendschale an. Farbe und Form der Veneers stimmt er auf Bedürfnisse und Wünsche des Patienten ab. Anschließend verbindet der Zahnarzt die Veneers mit einer speziellen Klebetechnik dauerhaft mit dem Zahn.

Information Mundgesundheit klärt auf: Veneers werden mit einem speziellen Klebstoff auf den natürlichen Zähnen befestigt.

Welche Vorteile bieten Veneers gegenüber einer Krone?

Ob Venen oder Krone, das sollte immer der Zahnarzt entscheiden. Im Vergleich zur Zahnkrone überzeugen Veneers mit vielen positiven Eigenschaften.

  • kein unnötiges Beschleifen des Zahns (bei Non-Pep-Veneers)
  • die Oberfläche verhindert Ablagerung von Zahnbelag
  • gute Farbbeständigkeit
  • hohe Stabilität bei starken Kaukräften
  • natürliche Optik

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Damit sind Veneers nicht nur eine ästhetische, sondern auch eine gesunde Lösung, um Zahnschäden unsichtbar werden zu lassen.

Die Pflege der Veneers ist einfach

Die Verblendschalen brauchen keine Spezialbehandlung, um dauerhaft für mehr Strahlkraft zu sorgen. Eine regelmäßige Pflege zu Hause und eine gute Prophylaxe beim Zahnarzt sind gute Voraussetzungen, lange etwas von Veneers zu haben.

Dr. Stefan Schultheis, Q-Zahnärzte aus Freiburg: „Mit Veneers ist es genauso wie mit den eigenen Zähnen. Man spürt weder beim Essen, Sprechen noch bei der Zahnpflege einen Unterschied. Nur, dass es toll aussieht.“

Wie lange halten Veneers?

Veneers sind keine vorübergehende Erneuerung der Zahnfassade, sondern eine dauerhafte ästhetische Lösung. Das belegen verschiedene wissenschaftliche Studien. So hielten die Verblendschalen aus Keramik in wissenschaftlichen Langzeituntersuchungen teilweise bis zu 20 Jahre.

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Zahnmedizin (DGÄZ) schreibt dazu: „Viele Inlays und Veneers befinden sich jetzt schon über 15 Jahre im Mund der Patienten und sind noch völlig intakt. Bei guter Zahnpflege kann ein perfekt gestaltetes Inlay oder Veneer auch durchaus noch länger halten.“

Die Zahnfarbe muss zum Typ passen

Wer seiner Zahnfassade einen neuen Anstrich geben möchte, sollte sich beim Zahnarzt erkundigen. Strahlend weiße Zähne sind schön, doch sie müssen auch zum Typ passen. Sonst sieht es schnell unecht aus. Jürgen Klopps neues Lächeln war jedenfalls Gesprächsthema Nummer eins nach der Pressekonferenz – und in dem Moment sogar wichtiger als der Fußball in Liverpool.