Funkelnde Eiskristalle im Sonnenlicht, gedämpfte Schritte und der besondere Geruch von frischem Schnee: Weiße Weihnachten, das wünschen sich viele von uns. Am Ende ist es vielerorts wieder so grau und trüb wie so mancher Zahn vor dem Tannenbaum. Schnee können wir nicht herzaubern. Aber wir erklären, was beim Bleaching mit den Zähnen passiert, damit sie nicht nur zur Weihnachtszeit strahlen.Was geschieht beim Bleaching mit unseren Zähnen? Warum werden sie heller und warum sollte nur in der Zahnarztpraxis gebleicht werden?

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Äußere Einflüsse wie Nikotin, Kaffee und Tabak verfärben unsere Zähne.
  • Ein professionelles Bleaching entfärbt die Farbstoffe und lässt die Zähne wieder strahlen.
  • Grundlage hierfür ist ein Bleichmittel, das einen chemischen Prozess im Zahnschmelz auslöst.
  • Gesunde Zähne vertragen das Bleaching problemlos.
  • Sicher ist ein Bleaching nur beim Zahnarzt. Hier wird ausgeschlossen, dass die Bleichmittel den Zähnen und dem Zahnfleisch schaden.

Bleaching für das ästhetische Strahlen

“Macht Zähne viel, viel weißer.” Das war schon vor knapp 20 Jahren das Werbeversprechen eines Zahnpflege-Herstellers. Strahlend weiße Zähne sind bis heute ein Schönheitsideal. Sie wirken frisch, jugendlich und gesund.

Leider haben wir nicht alle von Natur aus weiße Zähne. Äußere Einflüsse, wie Nikotin, Kaffee und Rotwein sorgen zusätzlich dafür, dass unschöne Verfärbungen die Zähne grau und trüb werden lassen. Und Menschen mit besonders markant gefärbten Raucherzähnen kennt doch jede Familie.

Lasset uns bleichen

Was also tun? Die Lösung heißt Bleaching. Mit einer professionellen Zahnaufhellung in der Zahnarztpraxis werden Zähne “viel, viel weißer”. Grundlage dafür ist das eingesetzte Bleichmittel – und so wirkt es.

Es gibt drei Arten der medizinischen Zahnaufhellung. Alle drei wirken durch Bleichmittel, das in verschiedenen Konzentrationen eingesetzt wird. Lesen Sie mehr zu In-Office-Bleaching, Home-Bleaching und Walking-Bleach in unserem Artikel: Bleaching – sicher und erfolgreich nur in der Zahnarztpraxis!

Wasserstoffperoxid setzt Radikale frei

Beim Bleaching in der Zahnarztpraxis wird Wasserstoffperoxid oder manchmal das verwandte Karbamidperoxid eingesetzt. Dieses besteht aus dem geschmacksneutralen Trägergel Karbamid und Wasserstoffperoxid (H2O2). Je nach Behandlungsform wird das Bleichmittel direkt auf die Zähne aufgetragen oder in eine Bleichschiene gegeben. Das Karbamidperoxid setzt nach und nach H2O2 frei.

Radikale hellen die Zähne auf

Wasserstoffperoxid neigt dazu, in Wasser und Sauerstoff zu zerfallen. Dabei werden Radikale freigesetzt. Diese Zerfallsprodukte dringen in den Zahnschmelz ein und gehen dort mit den abgelagerten Farbstoffen neue Verbindungen ein. 

Sie spalten die Farbstoffe auf und wandeln sie in farblose wasserlösliche Moleküle um. Das ist – zugegeben sehr vereinfacht dargestellt – der chemische Prozess, der Zähne weißer werden lässt.

Zähne werden entfärbt

Keine Sorge, wenn das zu chemisch war. Wichtig ist nur:

  • Farbstoffe aus Nikotin, Kaffee oder Rotwein dringen in den Zahnschmelz ein und lagern sich dort ab.
  • Durch eine chemische Reaktion von H2O2 werden diese Farbstoffe entfärbt.
  • Gesunde Zähne werden dabei nicht angegriffen.

Bleaching gehört in die Hände von Experten

Das Bleichmittel ist für gesunde Zähne ungefährlich. Hinter Verfärbungen können aber auch Krankheiten stecken. Liegen Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen vor, darf nicht gebleacht werden. Deshalb wird Ihr Zahnarzt immer zuerst die Zähne gründlich untersuchen. Eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) entfernt oberflächliche Beläge und bereitet perfekt auf das Bleaching vor.

Nach EU-Kosmetikrichtlinie dürfen Produkte über 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid nur in Zahnarztpraxen abgegeben werden und müssen vom Zahnarzt eingewiesen werden. Bis zu einer Konzentration von 6 Prozent H2O2 dürfen sie danach zu Hause angewandt werden (z. B. in Bleichschienen).

Mit Hausmitteln bleichen?

Warum Sie besser die Finger von Hausmitteln wie Zitrone und Backpulver lassen, lesen Sie in unserem Artikel: Zähne bleichen mit Backpulver, Zitrone und Salz – Finger weg von diesen Hausmitteln!

Das sagt der Zahnarzt zum Thema Bleaching

Wir haben mit Zahnarzt Hans-Georg Stromeyer von den Zahnärzten im Wengentor aus Ulm gesprochen. Er ist auf die ästhetische Zahnheilkunde spezialisiert und befasst sich seit vielen Jahren mit dem Bleaching und seinen Möglichkeiten.

Welche medizinischen Gründe gibt es für ein Bleaching?

„Bei verfärbten Zähnen infolge von Wurzelbehandlungen kann eine Aufhellung in Form eines internen Bleachings unter Umständen eine Überkronung vermeiden.“

Wie ist ein schmerzfreies Bleaching bei empfindlichen Zähnen und freiliegenden Zahnhälsen möglich?

„Der Zahnarzt wird natürlich erst die empfindlichen Zähne und freiliegende Zahnhälse diagnostizieren und behandeln. Danach steht einer Aufhellungsbehandlung in der Regel nichts im Wege. Zahnhälse können bei der Aufhellungsbehandlung in der Praxis teilweise abgedeckt werden.“

Welche Möglichkeiten der Zahnaufhellung gibt es im Alter?

Die Aufhellung läuft im Alter nicht so schnell ab wie im jugendlichen Gebiss. Trotzdem können sehr schöne Ergebnisse erzielt werden. Zu beachten ist, dass vorhandene Kronen und Füllungen nicht gebleicht werden können

Weißer die Zähne nie strahlten

Übrigens: Der Zahnarzt berät Sie nicht nur zur besten Methode, sondern findet mit Ihnen gemeinsam auch den perfekten Farbton. So steht einem fröhlichen “O Tannenbaum” mit strahlend weißen Zähnen nichts mehr im Wege.