Wir tun so einiges für gesunde Zähne: Wir putzen regelmäßig, gehen zur Prophylaxe und ernähren uns gesund. Das ist alles wichtig, um möglichst lange mit den echten Zähnen leben zu können. Doch es gibt einen stillen Arbeiter in unserem Mund, der oft unterschätzt und in Frage gestellt wird, für unsere Zähne aber genauso wichtig ist: Fluoride!

fluoride gegen karies -zahnbürsten mit zahnpasta und zahnpastatuben

Flouride: Der Bodyguard gesunder Zähne

Fluorid ist ein wichtiges Spurenelement, das wir zur Bildung von Knochen und Zähnen benötigen. Es kommt fast überall in der Natur vor, ist aber auch in vielen Lebensmitteln und Zahnpflegeprodukten enthalten – zum Beispiel in einigen Zahnpasten. In unserem Mund erledigen die Fluoride einen wichtigen Job: Sie schützen unsere Zähne zuverlässig vor Karies. Fluoride kann man daher als Bodyguard gesunder Zähne bezeichnen.

Wenn wir eine Limo trinken oder etwas Süßes essen, entstehen bei der Zersetzung des Zuckers Säuren im Mund. Das schmeckt unseren Zähnen gar nicht. Die Säuren greifen den Zahnschmelz an und lösen wichtige Mineralien heraus. Damit ist unser Zahn anfälliger für Bakterien und das Risiko für Karies steigt.

#MehrWissen – Zahnschutz durch Fluoride

Fluoride verkürzen diese Demineralisation. Sie helfen den Zähnen, die herausgelösten Mineralstoffe möglichst schnell wiederzubekommen. Den Bakterien bleibt somit nicht genug Zeit, um die Schwachstelle auszunutzen. Fluoride lagern sich sogar selbst in den Zahnschmelz ein, um bei der nächsten Attacke sofort zur Stelle zu sein. Diese Rund-um-Bewachung können wir unterstützen, zum Beispiel mit einer fluoridhaltigen Zahnpaste.

Fluorid-Haushalt auffrischen

Wer sich mit einer solchen Paste die Zähne putzt, errichtet eine Art Schutzschicht aus Fluorid: Säuren kommen erst gar nicht bis zum Zahn, sondern werden an der Deckschickt aus Fluorid neutralisiert. Der Zahnschmelz bleibt intakt und das Kariesrisiko gering.

Fluoride sind aber nicht nur in Lebensmitteln und Zahnpflegeprodukten enthalten, sondern ein natürlicher Bestandteil unserer Zähne und Knochen. Die Menge reicht für einen dauerhaften Schutz aber nicht aus, deswegen sollten wir unseren Fluorid-Haushalt von außen immer wieder auffrischen.

Der Zahnarzt beantwortet alle Fragen

Die beste Zeit, um damit anzufangen, ist im Kindesalter. Wenn die Zähne noch nicht durchgebrochen sind, kann Fluorid über die Blutbahn aufgenommen werden. Das ist gut, denn dadurch entsteht von Anfang eine stabile Schutzschicht und der Zahn wird widerstandsfähiger gegen Säuren.

Viele Eltern sind verunsichert, ob Fluoride ihren Kindern nicht doch eher schaden als nützen. Hier hat die Bundeszahnärztekammer eine klare Meinung:

#MehrWissen – Bundeszahnärztekammer: Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasta ist sicher und schützt wirksam vor Karies

Für alle Fragen zur Zahngesundheit ist sowieso der Zahnarzt der richtige Ansprechpartner. Er weiß, was gut für die Zähne ist und kann Ihnen auch in Sachen Fluoride wertvolle Tipps geben. #FragDenZahnarzt