Nein, der BIOFILM ist kein neues Kino-Highlight aus der Landwirtschaft! Vereinfacht ausgedrückt: Der Biofilm ist eine Art Überbegriff für bakteriellen Zahnbelag, auch Plaque genannt. Das Bakteriengemisch gilt als wesentlicher Auslöser für Erkrankungen von Zähnen und Zahnfleisch. Und wenn jemand glaubt, das ginge ihn nichts an, weil er ja regelmäßig die Zähne putzt, so täuscht er sich. Jeder Mensch hat einen Biofilm im Mund, und da ist richtig was los!

Der Biofilm – Dauergast in unserem Mund

Der Biofilm ist eine Ansammlung von Keimen und Bakterien, die sich in einem Gemisch aus Wasser, Zuckermolekülen, Proteinen oder auch Fetten organisieren. Der Belag haftet gerne an Oberflächen in einer feuchten und warmen Umgebung, beispielsweise auf unseren Zähnen oder der Zunge.

In einer forsa-Umfrage von 2014 gaben rund 30 % der Befragten an, sie seien komplett frei von weichen Zahnbelägen. Die gleiche Anzahl der Interviewten wusste zudem nicht, dass Bakterien in einem Biofilm zu finden sind.

Dabei tummeln sich in unserem Mund mehr als 500 verschiedene Bakterienarten. Viele von ihnen sind wichtig für das Gleichgewicht der Mundflora und bei einem gesunden Menschen gibt es eine gute Balance von „guten“ und „bösen“ Keimen und Bakterien.

Mit professioneller Reinigung gegen Karies und Parodontitis

Es kann viele Gründe dafür geben, dass die schädlichen Keime die Oberhand gewinnen und die Risiken für Parodontitis oder Karies rasant nach oben treiben. Wer seine Zähne regelmäßig und gründlich putzt und die PZR (Professionelle Zahnreinigung) in der Zahnarztpraxis nutzt, der hat hier schon viel für seine Gesundheit getan.

Denn der Biofilm mag es gar nicht, wenn man immer wieder zerstört – nichts anderes geschieht, wenn wir unsere Zähne putzen. Was es mit der „Mikrostadt Biofilm“ auf sich hat, beschreibt Mikrobiologin PD Dr. Annette Moter in einem Video für die DZW – Die ZahnarztWoche

Mundgesundheit: Darum ist Prophylaxe mehr als eine professionelle Zahnreinigung!