Die Spucke fließt noch mehr als üblich, die Finger reiben ständig über das Zahnfleisch und an der Oberfläche ist schon ein weißer Schimmer zu erkennen. Die Zeichen sind eindeutig: Hier kommt der erste Milchzahn. Mit dem Durchbruch des ersten Zähnchens beginnt das Kapitel Zahnpflege beim Nachwuchs. Wir erklären, worauf Eltern jetzt achten müssen!

Einmal am Tag reinigen

Milchzähne heißen so, weil sie in der Regel ab dem sechsten Monat durchbrechen und das Kind in dieser Zeit noch mit Milch ernährt wird. Das erste Mitglied des jungen Gebisses ist meistens ein Schneidezahn im Unterkiefer. Hier müssen die Eltern jetzt täglich ran zum Zähneputzen! Einmal am Tag sollte der junge Zahn mit einem Wattestäbchen oder einer weichen Kinderzahnbürste sauber gehalten werden. Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt dazu eine erbsengroße Kinderzahncreme mit reduziertem Fluoridgehalt von 0,05%.

Mineralien wie Fluorid stärken den Zahnschmelz, der bei Milchzähnen noch nicht so ausgereift ist wie bei den bleibenden. Deshalb sind die ersten Zähne besonders kariesgefährdet.

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Beim Speiseplan auf Zucker verzichten

Mit dem ersten Zahn ändert sich auch der Speiseplan. Brei löst allmählich die bewährte Milch ab und Getränke vollenden die neue kulinarische Vielfalt. Hier sollten Eltern auf zuckerhaltige Flüssigkeiten und Obstsäfte verzichten. Ungesüßte Kräutertees und Wasser sind gesunde Alternativen zu den Kariesmachern.

Neben Zucker kommt die Gefahr für Karies auch aus dem Mund von Papa und Mama. Die Bakterien, die für Löcher sorgen, können auf den Nachwuchs übertragen werden. Auf das Ablutschen von Löffeln oder Schnuller sollten Sie deshalb verzichten!

Auch für Papa und Mama heißt es deshalb vor der Geburt des Kindes:  ab zum Zahnarzt und das eigene Gebiss in Ordnung bringen lassen.

Nach dem Durchbruch das erste Mal zum Zahnarzt

Wer sich an diese Tipps hält, hat schon einiges richtig gemacht. Doch ohne die Hilfe vom Zahnarzt geht es nicht. Mit dem ersten Zähnchen sollte deshalb auch der erste Besuch in der Praxis anstehen.

Eine gute Prophylaxe schafft die besten Voraussetzungen für ein gesundes Kinder-Gebiss. Der Profi kontrolliert regelmäßig, ob die Zähnchen in die richtigen Richtungen wachsen und wie groß die Gefahr durch Karieslöcher ist. In der Zahnarztpraxis gibt es außerdem Tipps für die richtige und altersgerechte Zahnpflege zu Hause. Eltern können sich hier nach dem zahnärztlichen Kinderpass erkundigen.

In dem Heftchen wird die Kiefer- und Zahnentwicklung des Kindes bis zum sechsten Lebensjahr festgehalten. Hier steht alles auf einen Blick: Kariesrisiko, Verabreichung von Fluoriden, Lutschgewohnheiten und noch vieles mehr. Fragen Sie in Ihrer Zahnarztpraxis nach dem Kinderpass.

Also, liebe Eltern: Keine Bange, wenn die Zeichen bei Ihrem Nachwuchs auf Zahn stehen. Der Zahnarzt und sein Team helfen Ihnen, damit die Zahn-Premiere der Start einer Erfolgsgeschichte wird.