Es kann unterschiedliche Gründe geben, warum die eigenen Zähne verloren gehen oder entfernt werden müssen: Unfälle, Entwicklungsstörungen im Gebiss oder Krankheiten wie die Parodontitis – die bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Wichtig ist es dann aber, die Lücken möglichst schnell zu schließen. Mit fehlenden Zähnen ist es nicht immer möglich ohne Probleme zu essen oder zu sprechen. Auch ein schönes Lächeln fällt sicherlich schwer. Zudem führen Zahnlücken dauerhaft zu einer unnatürlichen Belastung der verbliebenen Zähne und des Kieferknochens.

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Eine beliebte und medizinisch gute Lösung ist implantatgetragener Zahnersatz. Im Vergleich zu herausnehmbarem Zahnersatz hat ein Implantat viele Vorteile. Es kann aber auch zu Risiken und Komplikationen kommen, wenn die regelmäßige Kontrolle in der Zahnarztpraxis und die Mundhygiene vernachlässigt werden. Die Periimplantitis, die Entzündung mit Knochenverlust um das Implantat, ist vergleichbar mit einer Parodontitis. Beide Erkrankungen werden von denselben Bakterien ausgelöst. Dadurch wird eine nichtbehandelte Parodontitis auch zur Gefahr für ein Implantat. Bei der Periimplantitis kommt es, genauso wie bei der Parodontitis, zu einem Abbau des Kieferknochens. Das Implantat verliert seine Verankerung und lockert sich. Tatsächlich ist die Periimplantitis die häufigste Ursache für einen Implantatverlust. Das Heimtückische hierbei ist, dass der Patient überhaupt keine Schmerzen verspürt und daher auch nicht alarmiert ist, dass etwas nicht stimmt.

Bei einer regelmäßigen Prophylaxe in der Zahnarztpraxis werden chronische Entzündungen und ihre Symptome rechtzeitig erkannt. Die professionelle Entfernung der bakteriellen Beläge auf der Implantatoberfläche ist dabei eine zentrale Maßnahme. Diese Reinigung durch die Spezialisten in der Praxis sollte regelmäßig statt finden und auch der aktuelle Zustand des Kieferknochens sollte untersucht und dokumentiert werden.

Moderne Prophylaxe-Konzepte sind der individuelle Gesundheitsfahrplan für Zähne und Zahnersatz. Das Ziel: Risiken rechtzeitig zu erkennen, Krankheiten zu vermeiden und den oftmals teuren Zahnersatz möglichst lange zu behalten.