Verschneite Gipfel, Sonnenschein und bester Schnee zum Skifahren – kurz vor den Ferien zieht es wieder viele in die Berge. Die Pisten sind voll und wo ein Skifahrer ist, ist ein zweiter nicht weit. Aus dem lange geplanten Ausflug in den Schnee wird nach einem Zusammenstoß auf der Piste schnell ein Notfall beim Zahnarzt. Ein abgebrochener Zahn muss aber nicht den gesamten Urlaub kosten, wenn man sich an ein paar Regeln hält. kinder im schnee, lachen und zeigen ihre zähne beim skifahren

Nach einem Zahnunfall zählt jede Sekunde. Selbst abgebrochene Backenzähne können wieder an der Bruchstelle angeklebt werden. Wichtig ist nur, dass die erste Hilfe nicht zu spät kommt.

Nach dem Unfall sofort zum Zahnarzt

Nach dem Zahnunfall sollte man sich deshalb schleunigst auf die Suche nach dem verlorenen Zahn machen. Etwa eine halbe Stunde hat man Zeit, bis die Überlebenschance des Zahns schwindet. Hat man das verlorengegangene Stück oder den kompletten Zahn gefunden, benötigt man ruhige Hände. Der Zahn darf nur an der Krone angefasst werden, jeder unüberlegte Handgriff richtet noch mehr Schaden an. Mit dem Bruchstück in der Hand heißt es dann ohne Zwischenstation: ab in die Zahnrettungsbox damit! 

Eine Zahnrettungsbox gehört ins Notfall-Set für jeden Sportler mit erhöhter Wahrscheinlichkeit für Zahnlücken. In der Box können komplett herausgebrochene Zähne oder Fragmente bis zu 48 Stunden überleben. Bis dahin sollte man es selbst von den höchsten Gipfeln zu einem Zahnarzt schaffen. Der isz sowieso für jeden das Ziel, der gerade einen Zahn verloren hat. Am besten ruft man bereits von unterwegs in der Praxis an und schildert alle Details. So kann der Zahnarzt bei Ankunft direkt helfen.

Der Zahnarzt klebt abgebrochene Zähne 

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Zahnunfall – optisch und funktionell – vergessen zu machen. Abgebrochene Zähne befestigt der Zahnarzt heute in der Regel so, dass nachher nichts an das Malheur erinnert. Dafür nutzt er eine Klebetechnik mit einem Spezialkunststoff. Das geht aber nur, wenn das Bruchstück gefunden wird.

Es kommt jedoch nicht selten vor, dass das entscheidende Teil verschluckt wird und nicht auf dem Boden, sondern im Magen landet. In dem Fall ersetzt der Zahnarzt das fehlende Stück mit einer Krone oder Teilkrone. Besonders bei Unfällen an den Schneidezähnen, also im sichtbaren Bereich des Gebisses, spielt Zahnersatz aus Keramik seine Stärken aus. Hat der Unfall den ganzen Zahn gekostet, schließt ein implantatgetragener künstlicher Zahn die Lücke.

Es muss aber nicht immer ein Unfall auf der Piste sein, bei dem ein Zahn verloren geht. Manchmal genügt auch der Biss auf ein hartes Stück Brot und wir haben einen Zahn weniger im Mund. Besonders bei Backenzähnen wirken enorme Kräfte der Kaumuskulatur. Sind die Zähne durch eine Karies oder nach einer Wurzelbehandlung vorgeschädigt, ist die Gefahr für einen Bruch noch höher.

In der Praxis über Zuschüsse beraten lassen

Dann muss Zahnersatz her, und das kostet Geld. Bei Zahnverlust unterstützt die Versicherung in der Regel die Wiederherstellung mit einem Festzuschuss. Kehrt man vom Ausflug auf die Ski-Piste mit einem Zahn weniger zurück, kann die Unfallversicherung für die Behandlungskosten aufkommen. Damit kann man später unter Umständen eine Menge Geld sparen, wenn die Versicherung Folgekosten etwa durch Implantate übernimmt.

Übrigens: Welcher Zahnersatz für Sie in Frage kommt, weiß Ihr Zahnarzt. In der Zahnarztpraxis arbeiten außerdem Abrechnungsexperten, die Sie bei Fragen zu möglichen Zuschüssen durch die Krankenkasse unterstützen. #FragDenZahnarzt