Egal ob Hobbyschnorchler im Sommerurlaub, ambitionierter Tauchsportler, oder Berufstaucher – abtauchen ist beliebt und die Zahl der Unterwasserfreunde steigt. Und je tiefer es geht, um so wichtiger wird die Frage nach gesunden Zähnen. Denn ein Tauchgang mit einem defekten Gebiss ist auf Dauer sicher kein Vergnügen: Karieslöcher, undichte Zahnfüllungen, defekter und schlecht sitzender Zahnersatz können Schmerzen und längere Behandlungen zur Folge haben.

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Während des Abtauchens nimmt der Umgebungsdruck zu. Schon in einer Tiefe von zehn Metern hat sich der Druck auf den Taucher verdoppelt und die Luft wird im Körper zusammengedrückt. Umgekehrt dehnt sich die Luft wieder aus, wenn der Umgebungsdruck in der Auftauchphase sinkt. Der Druckausgleich erfolgt jetzt in allen Hohlräumen, nicht nur in den Ohren. Beschädigte Zähne können sich bei dieser Gelegenheit bemerkbar machen – in der Regel schmerzhaft. Im Extremfall können sich schadhafte Füllungen unter Wasser lösen, manchmal regelrecht explodieren. Gerät der Taucher in einem solchen Moment in Panik, kann es durchaus gefährlich werden.

Zahnärzte raten daher zu einem umfassenden Zahncheck – vor allem wenn der aktuelle Gesundheitszustand der Zähne nicht bekannt ist. Risse, Löcher und Hohlräume in den Zähnen müssen unbedingt behandelt werden. Ansonsten kann es durch wechselnde Druckverhältnisse oder die klimatischen Gegebenheiten im jeweiligen Tauchparadies zu Problemen an den Zähnen kommen. Aber auch nach akuten Zahnbehandlungen sollten Taucher und Schnorchelfans bestimmte Verhaltensregeln beachten: Wurde eine Zahnbehandlung unter örtlicher Betäubung durchgeführt, sollte mindestens 24 Stunden nicht getaucht werden. Nach chirurgischen Eingriffen kann die Tauchpause auch schon einmal eine Woche dauern. Unmittelbar nach einer Operation, bei der die Kieferhöhle betroffen ist, darf man meist nicht in den Ferienflieger. Wer sich unsicher ist, ob die Zähne der Belastung unter Wasser oder im Flugzeug standhalten, der sollte in jedem Fall seinen Zahnarzt um Rat fragen.

Die regelmäßige Untersuchung der Zähne und der Mundgesundheit ist also für jeden Taucher Pflicht. Und vor dem Tauchgang heißt es: „Nicht nur die Ausrüstung checken, sondern auch die Zähne!“

Übrigens: Der dentale Sprachführer der Initiative proDente gibt Tipps, wie man im Notfall am Urlaubsort einen Zahnarzt findet. Damit es während der Behandlung zu keinen Sprachproblemen kommt, übersetzt er Formulierung über akute Zahnbeschwerden in sieben Sprachen und gibt Sprachhilfen für die Benennung von bestehenden Vorerkrankungen. DOWNLOAD!