Mit den eigenen Zähnen ein Leben lang kraftvoll zubeißen können – das bleibt für viele Menschen eine Wunschvorstellung. Oft stehen Unfälle, Krankheiten oder mangelnde Mundhygiene dem Wunsch nach „gesunden Zähnen ein Leben lang“ im Weg. Aber auch Nikotin, Medikamente und Drogen erhöhen das Risiko für Zahnverlust. Fehlende Zähne sollten immer ersetzt werden – unabhängig davon, ob es sich nur um eine Lücke, oder um komplett fehlende Zahnreihen handelt. Auf der einen Seite geht es immer um die Lebensqualität. Problemlos und störungsfrei kauen, sprechen und lachen – das geht nur mit festen und lückenlosen Zahnreihen. Andererseits führen fehlende Zähne auf Dauer zu einer unschönen und vor allem ungesunden Veränderung der Knochenstruktur: Der Kieferknochen bildet sich zurück, weitere Zähne gehen verloren, das Gesicht fällt regelrecht ein.

©FOTOLIA / Yuri Arcurs

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Es gibt verschiedene Methoden, fehlende Zähne zu ersetzen. Immer mehr Patienten wünschen sich festsitzenden Zahnersatz auf Implantaten. Herkömmliche Teil- und Vollprothesen verursachen oftmals unangenehme Druckstellen und werden von den Patienten als Fremdkörper empfunden. Zudem können Sie das Geschmacks- und Temperaturempfinden stark einschränken.

Moderne Implantatsysteme bieten den passenden individuellen Zahnersatz für jeden Patienten. Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die im Kieferknochen fest verankert werden. Im Laufe der Zeit verbinden sich die Knochenzellen mit der leicht rauen Oberfläche der Implantate und sorgen so für einen stabilen Halt der künstlichen Zahnwurzel im Kieferknochen. Auf dem Implantat sitzt das Verbindungsstück, das letztlich die sichtbare künstliche Zahnkrone trägt, die idealerweise aus bioverträglicher Vollkeramik besteht.

Implantatversorgungen stellen die Funktion der natürlichen Zähne wieder vollständig her und sind vom Original nicht zu unterschieden. Die Versorgung mit Implantaten ist nicht nur bei einzelnen – größeren und kleineren – Zahnlücken möglich. Selbst ein komplett zahnloser Kiefer kann von den Spezialisten wieder mit vollständigen Zahnreihen versorgt werden.

So gibt es Behandlungsmöglichkeiten, wie beispielsweise das All-on-4® Konzept (entwickelt von Prof. Paolo Malo, Lissabon): Fehlende Zahnreihen werden durch eine Brücke ersetzt, die von nur vier Implantaten getragen wird. Je nach Zustand des Knochens kann sich der Behandler auch für sechs Implantate entscheiden – hier wird die individuelle Situation des Patienten berücksichtigt. Durch die geringe Zahl der Implantate, die eine ausreichende Stabilität gewährleisten, verkürzt sich die Behandlungsdauer und in der Regel ist kein zusätzlicher Knochenaufbau notwendig.

©Nobel Biocare Deutschland GmbH

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Implantatgetragener Zahnersatz kann festsitzend oder herausnehmbar eingesetzt werden. Welche Behandlungsform die geeignetste ist, das entscheiden die Spezialisten in der Zahnarztpraxis gemeinsam mit dem Patienten. Aber für alle Implantatversorgungen gilt: Nur mit den richtigen präventiven Maßnahmen können bakterielle Erkrankungen, die zum Verlust der Implantate führen können, verhindert werden. Dazu gehören vor allem eine optimale Mundhygiene zuhause und die regelmäßige Kontrolle und Prophylaxe in der Zahnarztpraxis! Dann können auch die Vertreter der natürlichen Zähne sehr lange halten.

Informationen rund um die Pflege von Implantaten finden Patienten auf: www.gesundes-zahnimplantat.de und www.prophylaxe-berater.de.