Leistungsfähigkeit, Vitalität und Attraktivität gehören zu einem modernen Gesundheitsbegriff – und für einen gesunden Körper investieren wir immer mehr Zeit und Geld. Aber auch die tägliche Zahnpflege und der regelmäßige Besuch in der Zahnarztpraxis gehören zur Gesundheitsvorsorge dazu. Wird die Zahnpflege vernachlässigt, steigen die Risiken für Krankheiten wie Karies und Parodontitis.

Von einer Parodontitis ist die Rede, wenn chronische Entzündungen jene Bereiche im Kieferknochen erfassen, in denen die Zähne verankert sind. Wenn hier nicht eingegriffen wird, droht nicht nur der Verlust einzelner Zähne. Entzündungen im Mundraum sind eine Gefahr für den ganzen Körper. Schädliche Bakterien, die sich über das Blut im ganzen Körper verteilen, können auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erhöhen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes negativ beeinflussen.

Die beste Empfehlung ist die regelmäßige Prophylaxe in der Zahnarztpraxis, bei der es allerdings gewaltige Unterschiede gibt. Nur zweimal im Jahr die Zähne eine halbe Stunde lang reinigen zu lassen ist zu wenig und hat nichts mit moderner Prophylaxe zu tun. Jeder Mensch hat ein persönliches Risiko für unterschiedliche Zahnerkrankungen, das durch eine standardisierte Diagnostik regelmäßig bestimmt werden muss.

Eine individuelle und risikoorientierte Prophylaxe dauert in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten und beinhaltet als Grundvoraussetzung die Bestimmung des persönlichen Risikos für Parodontitis und Karies für jeden Patienten. Auf dieser Basis führen speziell ausgebildete Fachkräfte angemessene Vorsorgemaßnahmen durch. Um einen optimalen Schutz zu gewährleisten, werden sinnvolle Intervalle für professionelle Zahnreinigungen und andere ergänzende Maßnahmen festgelegt.