Der Jahreswechsel ist die Zeit der Rückblicke und der guten Vorsätze. Gerade die Gesundheit spielt hier eine große Rolle. Dabei geht es meistens um die gleichen Themen: Abnehmen, weniger Alkohol, keine Nikotin, mehr Sport! Bei uns erhalten Sie zum neuen Jahr einige Tipps und Informationen für Ihre Mundgesundheit – zusammengestellt aus den 10 beliebtesten Artikeln des Jahres 2017!

Der Jahreswechsel ist die Zeit der Rückblicke und der guten Vorsätze. Gerade die Gesundheit spielt hier eine große Rolle. Dabei geht es meistens um die gleichen Themen: Abnehmen, weniger Alkohol, keine Nikotin, mehr Sport! Bei uns erhalten Sie zum neuen Jahr einige Tipps und Informationen für Ihre Mundgesundheit – zusammengestellt aus den 10 beliebtesten Artikeln des Jahres 2017!

Welche Hausmittel helfen bei Zahnschmerzen?

Keine Frage: Bei Zahnschmerzen ist der Zahnarzt immer die erste und beste Lösung. Zahnschmerzen können viele unterschiedliche Ursachen haben und hier sollten Sie den Profis in der Zahnarztpraxis die Wahl der Behandlung überlassen. Allerdings suchen sich unsere Zähne oftmals sehr ungünstige Zeiten aus, um uns schmerzvoll auf den Nerv zu gehen: Die Zahnarztpraxis hat geschlossen und der zahnmedizinische Notdienst kann auch nicht schnell genug helfen. Jetzt bieten sich sich diverse Hausmittel an, die zur ersten Hilfe bei Zahnschmerzen eingesetzt werden können.

Hier eine kleine Auswahl:

  • Teebaumöl: Durch seine entzündungshemmende Wirkung kommt das Australische Teebaumöl häufig bei infektionsbedingten Zahnschmerzen zum Einsatz.
  • Nelke: Beim Biss auf die getrocknete Nelke wird die schmerzstillende Substanz Eugenol freigesetzt.
  • Ölziehen: Die antibakterielle Wirkung von hochwertigem Sonnenblumen- oder Sesamöl kann kurzfristig für eine ausgeglichene Mundflora sorgen.
  • Globuli: Aconitum wird aus dem Hahnenfußgewächs Blauer Eisenhut gewonnen und soll stark pulsierende Zahnschmerz unterdrücken.
  • Tee: Salbei, Pfefferminze, Baldrian, Kamille und Johanniskraut helfen als frisch gebrühter Tee bei Zahnschmerzen.

Weitere Informationen: 10 Hausmittel gegen Zahnschmerzen: Was hilft?


Wie wirken Medikamente bei Zahnschmerzen?

Hausmittel wie Teebaumöl oder der Biss auf eine getrocknete Nelke können bei Zahnschmerzen eine erste Linderung verschaffen. Bleibt das Ziehen und Hämmern im Kiefer aber bestehen, greifen wir gerne auch zu Schmerzmitteln. Schmerzen sind eine Warnung des Körpers und Medikamente nur eine Übergangslösung.

Allerdings helfen nicht alle Medikamente bei Zahnschmerzen – einige sind komplett ungeeignet. Greifen Sie also bitte nicht wahllos zu Pillen und Tabletten im heimischen Medikamentenschränkchen: Der Zahnarzt oder Apotheker kennt sich damit aus und kann Ihnen das jeweils passende Medikament empfehlen – so vermeiden Sie unnötige Risiken und Nebenwirkungen.

Diese chemischen Wirkstoffe können bei Zahnschmerzen helfen

  • Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Paracetamol
  • Ibuprofen
  • Diclofenac
  • Metamizol

Informationen zur Wirkungsweise: Wenn der Zahn schmerzt – was hilft wirklich?


Warum sind auch E-Zigaretten für die Zähne schädlich?

Rauchen hat einen massiv schädlichen Einfluss auf unsere Gesundheit – und das schon mit der ersten Zigarette. Die langjährige Kombination aus Nikotin, Teer und anderen Giftstoffen steigert die Risiken für unterschiedliche Krebsarten und kann tödlich enden. Immer mehr Menschen greifen deshalb zur E-Zigarette, wenn sie es nicht schaffen, komplett auf das Rauchen zu verzichten.

Das ist sicher ein guter Schritt und die bessere Alternative zum Nikotinstängel. Komplett risikofrei ist der aromatisierte Dampf für unsere Mundgesundheit aber auch nicht. Eine amerikanische Studie hat gezeigt: Das Verdampfen setzt Proteine frei, die Zellen schädigen und Krankheiten begünstigen können. Auch einzelne Aromen verstärken die schädigende Wirkung des Dampfes auf die Zellen.

Informationen zur Studie der Medizinischen Fakultät des University of Rochester Medical Center: Weshalb E-Zigaretten der Zahn- und Mundgesundheit schaden!


Wie werden Zahnschäden bei Zungenpiercings vermieden?

Piercings sind schon lange kein Trend mehr in bestimmten jugendlichen Subkulturen! Wie das Tattoo, ist auch das Piercing in der Gesellschaft etabliert und an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers zu sehen – oder auch nicht. Sehr beliebt ist das Zungenpiercing, unter dem das Gebiss allerdings leiden kann. Wer ständig mit dem Piercing spielt und auf ihm herumbeißt, der riskiert nachhaltige Schäden für die Zähne. Mögliche Folgen:

  • verschobene Zähne
  • abgebrochene Zahnecken
  • abgenutzter Zahnschmelz

Ganz wichtig: Lassen Sie nur einen erfahrenen Piercer ran! Der weiß genau, wie groß das Piercing sein sollte und wo er es platzieren muss, um ein Heranschlagen an die Zähne zu vermeiden. Zudem hat er die richtigen Tipps, um die Zähne im Alltag zu schonen. Dazu gehören auch regelmäßige Zahnkontrollen. Hierzu kann es nötig sein, das Piercing zu entfernen.

Was es sonst noch zu beachten gibt: Keine Zahnschäden durch Zungenpiercings – so geht es!


Was ist eine moderne Zahnprophylaxe?

Die Prophylaxe in der Zahnarztpraxis ist weit mehr als eine PZR – eine Professionelle Zahnreinigung! Bei der Prophylaxe geht es um Vorsorge, auch für Ihre allgemeine Gesundheit. Krankheiten wie die Parodontitis beeinflussen den gesamten Organismus und können die Risiken für unsere Gesundheit steigern.

Das Vorsorgeprogramm in Ihrer Zahnarztpraxis hilft, diese Risiken rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln – individuell für jeden Patienten.

Eine professionelle Prophylaxesitzung beginnt mit der umfassenden Anamnese. Hier werden Putzverhalten, Ernährungsgewohnheiten, die Einnahme von Medikamenten, Alkohol- und Nikotinkonsum, oder Erkrankungen dokumentiert. Ganz wichtig sind Befunde, wie das Messen der Taschentiefe an jedem einzelnen Zahn. Nur so kann das Ausmaß möglicher Krankheiten erkannt werden und eine rechtzeitige Behandlung ist möglich.

Lesen Sie unser Interview mit Sylvia Fresmann (DGDH e. V.): Worauf es bei der Prophylaxe wirklich ankommt


Wann müssen Weisheitszähne entfernt werden?

Fast jeder kennt sie, viele fürchten sie, bei den meisten gibt es sie nicht mehr: die Weisheitszähne! Die sogenannten Achter (sie wachsen an der achten und letzten Stelle im Kiefer) entwickeln sich oft spät und können zwischen dem 16. und 40. Lebensjahr durchbrechen. Probleme entstehen vor allem dann, wenn die Weisheitszähne nicht genügend Platz haben.

Auf Basis eines Röntgenbildes entscheidet der Zahnarzt, ob die Weisheitszähne entfernt werden müssen, das ist in der Regel der Fall:

  • bei Infektionen, Karies oder Wurzelentzündungen
  • bei Zysten in der Umgebung der Weisheitszähne
  • wenn Nachbarzähne gefährdet sind

Mehr zum Thema: Die Weisheitszähne – mal bleiben sie drin, mal müssen sie raus!


Wie gefährlich ist Amalgam für die allgemeine Gesundheit?

Die amalgamfreie Praxis ist für viele Zahnmediziner mittlerweile selbstverständlich. Auch immer mehr Patienten wünschen sich Füllungen aus Kunststoff oder Keramik, um Allergien und andere Risiken für die Gesundheit zu vermeiden. Allerdings geht es dabei auch immer wieder um die Kosten: Amalgam-Füllungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen komplett übernommen und gehören seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil der Zahnmedizin.

Der hohe Quecksilbergehalt im Amalgam sorgt immer wieder für Streit. Viele Experten sehen darin eine Gefahr für Patienten und Umwelt. Aber wie gefährlich ist Amalgam denn nun eigentlich und welche Folgen kann der Werkstoff haben? Für ZahnvorsorgePlus äußern sich verschiedene Experten aus Politik und der Gesundheitsbranche. Auch das baldige EU-weite Amalgam-Verbot für Schwangere und Kinder ist ein Thema.

Lesen Sie den Gastbeitrag von Annabell Meyer (finanzen.de): Amalgam − Unbedenkliche Zahnfüllung oder gefährliches Risiko?


Was passiert, wenn Zähne fehlen?

Ja, so ein Zahnlücke kann bei kleinen Kindern schon mal ganz niedlich aussehen und auch bei manchem Promi ist sie zum Markenzeichen geworden. Schmale Zahnlücken zwischen gesunden Zähnen sind aus zahnmedizinischer Sicht auch kein großes Risiko und können bei Bedarf kieferorthopädisch reguliert werden.

Bei größeren Zahnlücken aufgrund fehlender Zähne sieht das allerdings anders aus: Sie wirken ästhetisch nicht gerade schön und haben negative Einflüsse auf unsere Gesundheit!

  • Die Zähne neben der Lücke verlieren ihren Halt und kippen im Laufe der Zeit in die Lücke.
  • Die komplette Zahnreihe kann sich verschieben und die Kontaktflächen der Zähne in Unter- und Oberkiefer passen nicht mehr zusammen.
  • Kiefergelenke und Kaumuskulatur verändern sich, das kann ein Auslöser für die sogenannte craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sein.
  • Zahnlücken bieten Nischen für Keime und Bakterien sein, die Entzündungen wie eine Parodontitis auslösen können.

Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt über die ideale Versorgung Ihrer Zahnlücken. Die moderne Zahnmedizin macht vieles möglich: Von der einzelnen Zahnkrone bis zur kompletten festsitzenden Brücke auf Zahnimplantaten!

Mehr lesen: Wenn Zähne fehlen – die Tücke mit der Lücke


Wie werden Prothesen optimal gereinigt?

Um die „Dritten“ sollten Sie sich besonders kümmern. Nur weil es sich um künstlichen Zahnersatz handelt, heißt das nicht, dass hier auf Pflege und Hygiene verzichtet werden kann. Im Gegenteil: Bakterieller Zahnbelag bedroht auch den Zahnersatz und kann Schäden an Zahnfleisch, Schleimhäuten, Zahnhalteapparat und Zähnen verursachen!

Auch wenn es nicht mehr die echten, eigenen Zähne sind – schenken Sie Ihrem Zahnersatz die benötigte Aufmerksamkeit. Gerade herausnehmbarer Zahnersatz muss intensiv und umfangreich gepflegt werden. Auf den Innenflächen setzen sich Essensreste und bakterielle Beläge fest.

  • Spülen Sie die Prothese idealerweise nach jeder Mahlzeit kurz ab und reinigen Sie Ihren Zahnersatz zweimal täglich umfassend und gründlich.
  • Die Prothese reinigen Sie idealerweise mit Wasser und einer Zahnbürste.

Lassen Sie sich von den Profis in der Zahnarztpraxis beraten.

Info Prothesen reinigen: Herausnehmbaren Zahnersatz optimal pflegen!


Woher kommen eigentlich Zahnschmerzen?

Und auch am Ende unserer kleinen Reise durch die gefragten Zahnthemen 2017 geht es noch einmal um die Zahnschmerzen. In den meisten Fällen sind die Ursachen für das Hämmern, Ziehen und Klopfen im Kiefer ja bekannt. Da geht es um:

  • Karies
  • Zahnfleischentzündung
  • entzündete Nerven
  • freiliegende Zahnhälse
  • Verletzungen
  • Zahnfehlstellungen

Aber nicht immer sind die Zähne direkter Auslöser für Zahnschmerzen. So kann beispielsweise auch eine Erkältung zu Zahnschmerzen führen. Wenn das Immunsystem mit der Abwehr von Schnupfen und Co. beschäftigt ist, haben Entzündungen im Bereich der Zähne leichteres Spiel.

Bei einer Mittelohrentzündung strahlen pulsierende Schmerzen bis in den Oberkiefer aus und werden als Zahnschmerzen wahrgenommen. Ähnlich sieht es bei einer Nasennebenhöhlenentzündung aus.

Weitere Informationen: Zahnschmerzen – Auslöser müssen nicht immer die Zähne sein!


Die einzelnen Quellen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Artikeln!